Fachleute fordern von US-Regierung „KI-Bremse“

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29.07.2026 07.38Online seit heute, 7.38 UhrMehr als 1.000 Mitarbeitende führender KI-Entwicklerfirmen sprechen sich dafür aus, die Voraussetzungen zum Bremsen des Fortschritts bei künstlicher Intelligenz zu schaffen.Sie warnen vor einem Kontrollverlust und appellieren an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und Regulierungsmaßnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos zu beteiligen.Unter den 1.171 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern sind führende Forschende und Manager etwa des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, seines Konkurrenten Anthropic, des Facebook-Konzerns Meta und von Google. Sie verweisen darauf, dass Software mit künstlicher Intelligenz bald in der Lage sein könnte, sich selbst weiterzuentwickeln.„Reales Risiko“Schon jetzt werden große Teile des Programmiercodes in Tech-Unternehmen von KI-Software geschrieben, aber unter menschlicher Aufsicht. Der Moment, in dem die Entwicklung künstlicher Intelligenz automatisiert werden kann, gilt als ein Wendepunkt.Die Vorhersage, wie sehr das den KI-Fortschritt beschleunigen werde, sei schwierig, heißt es in dem offenen Brief. Aber es gebe ein „reales Risiko“, dass das Tempo „unsere Fähigkeit übertreffen wird, die sich daraus ergebenden Systeme zu verstehen oder zu kontrollieren“.Abgestimmte internationale Anstrengungen seien nötig, weil jedes Land und jede Entwicklerfirma unter Konkurrenzdruck stünden, den KI-Fortschritt nicht zu bremsen, heißt es in dem Brief.KI-Angriff als WeckrufDer offene Brief folgt auf einen Zwischenfall, der in der Tech-Branche auch als Weckruf gesehen wird. Ein autonomer KI-Agent von OpenAI war nach Angaben des US-Tech-Konzerns aus seiner geschützten Umgebung ausgebrochen und führte einen Cyberangriff auf die KI-Plattform Hugging Face durch.Hugging Face erklärte dazu gestern in einer Aufarbeitung, der Agent sei in eine Sandbox eingedrungen, die „auf der Infrastruktur eines Drittanbieters“ gehostet wurde. Bei diesem Anbieter handelte es sich um Modal Labs.