Ärztekammer: Mehr Medizinerinnen als Mediziner

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29.07.2026 12.13Online seit heute, 12.13 UhrDie Ärzteschaft wird zunehmend von Frauen geprägt. Herrschte 2024 noch mehr oder weniger Gleichstand, waren Ende 2025 laut der heute präsentierten Jahresstatistik schon 400 Frauen mehr Mitglieder der Ärztekammer als Männer.Insgesamt wurde mit 51.501 Ärzten und Ärztinnenein Höchststand erreicht. Dennoch warnt die Ärztekammer vor einem möglichen Mangel.Wie Kammeramtsdirektor Lukas Stärker bei einem Pressegespräch ausführte, erreichen in den kommenden zehn Jahren etwa 18.000 Ärzte das Pensionsalter. Das heißt, es würde rund 1.800 neue Mediziner jährlich im System brauchen. Dabei ist freilich zu beachten, dass laut Statistik aktuell mehr als 6.100 Ärzte auch nach dem 65. Geburtstag noch aktiv sind.Ärztekammer-Präsident Johannes Steinhart gab zu bedenken, dass man die heutigen Zahlen nicht mehr mit jenen früherer Jahre vergleichen könne. Denn die Arbeitszeiten seien gesunken, auch Teilzeit werde begehrter. Damit habe man auch weniger Arbeitsleistung.Was zu tun ist, um genug Ärzte ins System zu bringen, ist für Steinhart vielfältig. Mehr Studienplätze erscheinen ihm nicht notwendig.Vielmehr würde der Kammerpräsident zunächst bei der nach dem Studium anstehenden Basisausbildung ansetzen, bei der die Wartezeiten viel zu lang seien und die so zum Nadelöhr geworden sei. Er könne nur an die Spitäler appellieren, genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.