31.07.2026 13.23Online seit heute, 13.23 UhrIm Norden des Kosovo ist ein Massengrab entdeckt worden, in dem Opfer des Bürgerkrieges in der damaligen südserbischen Provinz vermutet werden.Wie der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti gestern mitteilte, könnte es sich um sterbliche Überreste von 23 Intellektuellen, Ärztinnen und Ärzten, Professorinnen und Professoren sowie Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten handeln. Sie seien am 19. April 1999 aus der Stadt Mitrovica entführt und in der Folge getötet worden.Das Massengrab befindet sich laut Kurti im Dorf Kalluder in der Gemeinde Zubin Potok. Dabei handelt es sich um eine von drei nordkosovarischen Gemeinden mit serbischer Bevölkerungsmehrheit, die sich der Unabhängigkeit des Kosovo – ebenso wie die Behörden Serbiens – weiterhin widersetzen.Kurti betonte, dass die kosovarischen Behörden weiterhin entschlossen seien, alle im Krieg verschwundenen Personen zu finden, alle versteckten Gräber zu lokalisieren und auch die Verantwortlichen zu verfolgen. Er sprach von 1.565 Entführten, darunter 100 Kindern. Serbien warf er vor, die Aufklärung zu behindern.