31.07.2026 07.22Online seit heute, 7.22 UhrWenige Wochen nach der aufsehenerregenden Hackerattacke eines KI-Modells des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat der Rivale Anthropic von einem ähnlichen Szenario berichtet. In Testläufen drang Künstliche Intelligenz von Anthropic ungeplant in Computersysteme von drei Unternehmen ein, wie die KI-Firma in der Nacht auf heute mitteilte.Zunächst blieb das unbemerkt. Man habe die Aktivität erst bei einer nachträglichen Überprüfung von gut 141.000 Testläufen nach dem OpenAI-Vorfall festgestellt.Während die OpenAI-KI erst einen Weg finden musste, aus der Testumgebung ins offene Internet auszubrechen, hatten es die Modelle von Anthropic viel einfacher. Im Testszenario, das sie bekamen, hieß es zwar, sie hätten keinen Netzzugang.Tatsächlich war der Weg ins Internet wegen eines Missverständnisses mit dem Testpartner laut Anthropic die ganze Zeit frei. Drei Modelle machten davon dann auch Gebrauch, wie die KI-Firma in einem Blogeintrag erläuterte. Namen der Unternehmen wurden nicht genannt.In allen Tests ging es darum, die Hacker-Fähigkeiten der KI zu testen. Das ist eine übliche Vorgehensweise, um besser Leitplanken für sie aufstellen zu können. Konkret bekamen die KI-Modelle die Aufgabe, eine bestimmte Information zu finden, die in einem anderen Computer versteckt ist – und dafür auch in das System einzubrechen.