01.08.2026 07.40Online seit heute, 7.40 UhrIm heurigen Juni sind in Österreich fast 400 Menschen aufgrund der außergewöhnlich hohen Hitzebelastung gestorben. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat erstmals schon während des Sommers die hitzeassoziierte Sterblichkeit geschätzt und geht für den Juni 2026 von 395 Opfern aus.Das ist mit Abstand der höchste Wert in einem Juni in den vergleichbaren Auswertungen seit 2017, schrieb heute das Gesundheitsministerium.Der bisherige Negativrekord in einem Juni wurde 2019 mit einer Schätzung von 335 hitzeassoziierten Todesfällen verzeichnet. Im Juni des Vorjahres waren es 170 und im Juni 2024 geschätzt 201 Hitzetote. Die Werte beruhen auf einem wissenschaftlichen Modell der AGES.Anhand von Sterbe- und Wetterdaten wird statistisch geschätzt, wie viele zusätzliche Todesfälle mit der außergewöhnlichen Hitzebelastung in Zusammenhang stehen. Im gesamten von der AGES herangezogenen Sommerzeitraum des Vorjahres (Juni bis September) lag dieser Wert bei 449 Hitzetoten, im heißeren Sommer 2024 gab es geschätzt 989 hitzebedingte Todesfälle.„Die Zahl von 395 hitzeassoziierten Todesfällen ist erschütternd. Sie zeigt eindringlich, dass Hitze längst keine bloße Frage des Wohlbefindens mehr ist, sondern eine konkrete Gefahr für Gesundheit und Leben. Die Folgen des Klimawandels werden auch in Österreich immer deutlicher sichtbar und stellen unser Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen“, betonte Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) in der Aussendung.