ImPulsTanz: Gefeiertes Farbenspektakel von Eun Me Ahn

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31.07.2026 11.05Online seit heute, 11.05 UhrAngekündigte Highlights finden statt. Mit dieser Erkenntnis zog ein elektrisiertes Publikum gestern Nacht beim ImPulsTanz vom Burgtheater in eine Wiener Hitzenacht.Der „Post-Orientalist Express“ der koreanischen Choreografin Eun Me Ahn, deren Arbeit erstmals in Österreich zu sehen war, ließ über 80 Minuten nichts zu wünschen übrig. Andre Heller dürfte bei diesem Farbspektakel unter 500 leuchtenden Asiatellern ein bisschen Konkurrenz bekommen haben.Eun, als Mastermind der Produktion immer wieder selbst auf der Bühne, wollte die Klischees zu Asien in ihrer spielerisch-bunten Art vom Thron stoßen und dagegen neue Bilder setzen, die aus der Freude und der Dynamik des Tanzes kommen. Das Ergebnis sind strotzende Farben, ein Amalgam der Tanzstile und ein Rhythmusteppich, der das Publikum in Trance versetzte.Jean-Marie ChabotDer Orientalismus ist als Konstruktion entlarvt, mit der die westliche Welt einem anderen Teil der Erde ihre Vorstellungen diktieren wollte. So sehr Praktiken hinterfragt sind, bleiben Bilder im Kopf. Genau an diesem Punkt setzt Eun mit ihrer beinahe schamanischen Theaterarbeit an: Sah man zu Beginn das Konterfei von Peter O’Toole als Lawrence von Arabien auf einer Leinwand, so brachte der Abend ein buntes Fernost-Spektakel aus einer Welt hinter „Tausend und einer Nacht“.Wer es ein bisschen strenger sehen wollte, wünschte sich vielleicht eine Unterscheidung zwischen Orient und Fernost. Dem begeisterten Publikum waren solche Petitessen herzlich egal.