28.07.2026 22.49Online seit heute, 22.49 UhrPerus neue Präsidentin Keiko Fujimori hat unmittelbar nach ihrem Amtsantritt den Ausnahmezustand verhängt. Das Militär solle während dieser Zeit „vorübergehend die Kontrolle“ in den Kriminalitätshochburgen des südamerikanischen Landes übernehmen, verkündete Fujimori heute.Die Streitkräfte sollen demzufolge in Regionen mit hoher Bandenkriminalität, Drogenhandel und illegalem Bergbau wieder für „Ordnung“ sorgen. Sie wolle diese Gebiete „den Bürgern zurückgeben“, sagte Fujimori. Die Ankündigung war die erste Amtshandlung der 51-Jährigen. Sie war kurz zuvor in der Hauptstadt Lima für eine fünfjährige Amtszeit vereidigt worden.An der Zeremonie nahmen mehrere lateinamerikanische Staats- und Regierungschefs teil, darunter Argentiniens Präsident Javier Milei, Chiles Staatschef Jose Antonio Kast und Boliviens Präsident Rodrigo Paz. Eine Gruppe linker Abgeordneter verließ aus Protest den Saal während der Amtseinführung.Die Stichwahl am 7. Juni gewann Fujimori nach Angaben der Wahlbehörde mit einem Vorsprung von weniger als 50.000 Stimmen gegen ihren linksgerichteten Rivalen Roberto Sanchez. Fujimori bekam laut dem amtlichen Endergebnis 50,13 Prozent der Stimmen, Sanchez 49,86 Prozent. Der linksgerichtete Politiker erkannte seine Niederlage bisher nicht an und will sie anfechten.