28.07.2026 19.55Online seit heute, 19.55 UhrUS-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben sich heute im Weißen Haus getroffen. Das teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt nach dem Ende der knapp eineinhalbstündigen Begegnung auf der Plattform X mit.Unmittelbar zuvor hatte Trump dort bereits den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. „Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!“, schrieb Leavitt. An beiden Gesprächen nahmen unter anderem auch US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teil, wie Fotos der Treffen zeigen.Anlass der zwei ausländischen Besuche in Washington war ein Trauerfall: Selenskyj und Netanjahu kamen in die US-Hauptstadt zur Trauerfeier für den unlängst gestorbenen US-Senator Lindsey Graham. Er hatte sich einen Namen als wichtiger Unterstützer Israels und der Ukraine gemacht.Trump empfing Netanjahu zuletzt kurz vor Beginn des Iran-Krieges im Februar im Weißen Haus. Seitdem gab es kein persönliches Treffen mehr – und Berichte über Differenzen der beiden im Iran-Krieg sorgten mehrfach für Schlagzeilen. Der zentrale Konflikt bestand demzufolge darin, dass Israel den Krieg fortsetzen wollte, während Trump auf eine diplomatische Lösung drängte.Kurz vor seinem rund eineinhalbstündigen Treffen mit Netanjahu schien Trump diesen Eindruck zu bestätigen. Im Gespräch mit dem Sender Fox News stellte er es so dar, als würde Netanjahu versuchen, ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit ihm über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist, sagte Trump: „Nun, ich brauche Bibi (Benjamin, Anm.) nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe.“Das US-Boulevardblatt „New York Post“ berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort am Berg Kuh-e Kolang Gas La („Pickaxe Mountain“) im Zentraliran vorantreibe.