30.07.2026 06.19Online seit heute, 6.19 UhrDie Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden. Städte bis im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes seien mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert worden, berichten ukrainische Medien. Es gebe mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte.In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des „Kyiv Independent“ das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote sowie acht Verletzte gegeben.Genaues Schadensausmaß noch unklarAus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. In Lwiw gebe es fünf Verletzte, hieß es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Das genaue Ausmaß der Schäden war bei Tagesanbruch noch unklar.In zwei großen Wohnblöcken in Lwiw nahe der polnischen Grenze seien nach Raketentreffern Brände ausgebrochen, hieß es in den Berichten. Auch in Kiew seien mehrere Gebäude getroffen worden, womöglich von herabstürzenden Trümmern. Reporter sprachen von mehreren Explosionswellen im Laufe der Nacht.Selenskyj hatte vor Angriffen gewarntDem Bericht zufolge hatte die Luftwaffe Warnungen für die ganze Ukraine ausgegeben und landesweit Alarmsirenen ausgelöst. Überraschend kam der Angriff nicht: Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte vor einem unmittelbar bevorstehenden schweren Angriff Russlands aus der Luft gewarnt.Die ukrainischen Streitkräfte beklagen, dass ihnen Flugabwehrraketen fehlten, insbesondere ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzuwehren sind. In seiner Warnung rief Selenskyj die westlichen Partner erneut auf, der Ukraine zu helfen. Das betreffe speziell die USA und andere Länder, die über moderne Patriot-Systeme verfügten.