Rumänien ruft wegen Strommangels den Notstand aus

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31.07.2026 18.06Online seit heute, 18.06 UhrWegen des starken Rückgangs der Stromproduktion infolge niedriger Wasserstände der Donau hat Rumänien für den gesamten August den landesweiten Notstand ausgerufen. Ein Reaktor des Atomkraftwerks Cernavoda sei bereits abgeschaltet worden, teilte Ministerpräsident Ilie Bolojan heute mit.Die Regierung habe Gelder bewilligt, um Wasser aus einem Kanal umzuleiten und so sicherzustellen, dass der zweite Reaktor am Netz bleiben könne. Zudem führe das Land Gespräche mit der Ukraine, Griechenland und Bulgarien, um in den abendlichen Spitzenzeiten Strom zu importieren.AKW produziert Fünftel des rumänischen StrombedarfsDas staatliche Energieunternehmen Nuclearelectrica betreibt in Cernavoda zwei Reaktoren mit einer Leistung von jeweils 706 Megawatt, die normalerweise etwa ein Fünftel des rumänischen Strombedarfs decken. Nachdem der erste Meiler bereits zu Wochenbeginn vom Netz genommen werden musste, sollte eigentlich auch der zweite Reaktor folgen. Die Bedingungen hätten es jedoch zugelassen, den Betrieb vorerst aufrechtzuerhalten, teilte der Konzern mit.Donau-Pegel drastisch gesunkenDer Pegel der Donau war zuletzt drastisch gesunken: An der rumänischen Grenze flossen am Dienstag der Wasserbehörde zufolge nur noch 1.650 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, während der Juli-Durchschnitt bei 4.750 Kubikmetern liegt. Bis zum 4. August wird ein weiterer Rückgang auf 1.500 Kubikmeter erwartet, ein Wert, der sich dem historischen Tiefststand von 1.400 Kubikmetern aus dem Jahr 1985 nähert.Erschwerend kommt hinzu, dass eine Hitzewelle den Strombedarf für Klimaanlagen in die Höhe treibt.