Große Christopher-Street-Day-Demo in Hamburg begonnen

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01.08.2026 17.19Online seit heute, 17.19 UhrEine Woche nach dem Terroranschlag am Rande der Christopher-Street-Day-Feiern in Berlin haben in Hamburg Zehntausende für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt demonstriert und die queere Community gefeiert.Unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“ zog eine Parade von 60 Lastwagen als fahrenden Bühnen von Unternehmen, Vereinen, Parteien und evangelischer Kirche durch die Innenstadt.Die Veranstalter vom Verein Hamburg Pride erwarten rund 250.000 Teilnehmer. Unter den Teilnehmern waren etwa die prominente Dragqueen Olivia Jones und mehrere Politiker von SPD und Grünen. Auch in Bonn und weiteren Städten sowie im Ausland in Amsterdam und im britischen Badeort Brighton waren Paraden geplant.Unsicherheit nah AnschlagAngesichts des islamistischen Anschlags in Berlin hat das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung laut einer Umfrage gelitten. 38 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Civey Befragten gaben an, dass ihr Sicherheitsgefühl seit dem vergangenen Wochenende eindeutig bzw. eher abgenommen habe. 54 Prozent schätzen ihr persönliches Sicherheitsgefühl in der Umfrage im Auftrag der Funke Mediengruppe unverändert ein. Sieben Prozent fühlen sich sicherer.Die Hamburger Polizei hatte ihr Sicherheitskonzept noch einmal überarbeitet. Es sollten doppelt so viele Beamte wie bei der Demonstration im vergangenen Jahr im Einsatz sein.In Berlin hatte der islamistische Attentäter Abdul B. am vergangenen Samstag mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der zunächst flüchtige 21-Jährige wurde am Sonntagabend von Polizisten gestellt und erschossen, als er sie nach Polizeiangaben angriff.Erinnerung an 1969Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Die Bewegung geht auf Ereignisse im Juni 1969 in New York zurück. Nach einer Razzia der Polizei in der Szenebar „Stonewall Inn“ kam es damals zum Aufstand von Schwulen, Lesben und Trans-Menschen. Hauptschauplatz von Straßenschlachten war die Christopher Street im Künstlerviertel Greenwich Village in Manhattan.