01.08.2026 09.14Online seit heute, 9.14 UhrTrotz schwacher Konjunkturentwicklung ist der Fachkräftemangel laut einer aktuellen Umfrage für über drei Viertel der Unternehmen ein Thema.Zu diesem Ergebnis kommt das „Fachkräfte-Radar“ der Wirtschaftskammer (WKO), das vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) erhoben wurde. Laut Schätzung fehlen österreichweit rund 155.000 Fachkräfte.An der Erhebung für das „Fachkräfte-Radar“ nahmen über 2.100 Unternehmen teil. 56 Prozent der Befragten gaben an, den Fachkräftemangel „stark oder sehr stark“ zu spüren.Weniger ErlöseAm stärksten von fehlenden Fachkräften betroffen sind Betriebe im Bereich Transport und Verkehr (66 Prozent), Tourismus und Freizeitwirtschaft (63 Prozent), Gewerbe und Handwerk (62 Prozent) sowie Industrie (58 Prozent).56 Prozent der befragten Betriebe verzeichneten aufgrund des Fachkräftemangels Umsatzeinbußen. Bei 48 Prozent der Unternehmen wurden durch fehlendes Personal die Möglichkeiten für Innovationen und Weiterentwicklung eingeschränkt.Angebot und Nachfrage „passen nicht immer zusammen“Auch bei Lehrlingen gibt es teils einen Mangel. Die Hälfte der befragten Lehrbetriebe würde mehr Lehrlinge ausbilden, wenn sie dafür ausreichend geeignete Interessenten finden könnte.Aus Sicht der WKO passen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt Angebot und Nachfrage „nicht immer zusammen“. „Wir müssen daher einen Fokus auf Aus- und Weiterbildung legen, insbesondere auf die Lehre“, erklärte WKO-Generalsekretär Jochen Danninger heute in einer Aussendung. Zudem sei es „wichtig, das Potenzial der Frauen sowie der älteren Arbeitnehmer besser zu nützen“.