Strabag-Aktien: RBI reichte Klage gegen Rasperia ein

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30.07.2026 17.26Online seit heute, 17.26 UhrDie Raiffeisen Bank International (RBI) hat im Streit um in Russland eingezogene Gelder nun rechtliche Schritte eingeleitet.Das Geldhaus reichte heute beim Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen eine Schadenersatzklage in Höhe von 3,15 Milliarden Euro gegen die russische Gesellschaft Rasperia ein, wie die Bank heute mitteilte. Ziel sei es, auf die österreichischen Vermögenswerte von Rasperia zuzugreifen.Dabei geht es um 28,5 Millionen Aktien des Baukonzerns Strabag, die wegen EU-Sanktionen eingefroren sind, sowie damit verbundene Dividendenansprüche und Gelder aus einer Kapitalherabsetzung. „In voller Übereinstimmung mit dem EU-Sanktionsrecht streben wir eine Entschädigung für den Schaden an, den unsere Aktionärinnen und Aktionäre durch die russischen Gerichtsurteile erlitten haben“, erklärte RBI-Vorstandsvorsitzender Michael Höllerer.Klage über 2,4 Mrd. Euro 2025Hintergrund der Klage ist ein Urteil aus dem Frühjahr 2025. Damals hatte ein russisches Gericht die RBI-Tochter zur Zahlung von rund 2,4 Milliarden Euro an Rasperia verurteilt. Der Rechtsstreit hatte sich an dem eingefrorenen Aktienpaket und den damit verbundenen Strabag-Dividenden entzündet, die der Baukonzern nicht an Rasperia auszahlen durfte.Da Strabag in Russland kein Vermögen besitzt, hatte Rasperia die russische RBI-Tochter in das Verfahren einbezogen. Wer heute hinter Rasperia steht, ist unklar. Früher wurde die Gesellschaft dem sanktionierten Oligarchen Oleg Deripaska zugerechnet. Die nun geforderten 3,15 Milliarden Euro setzen sich aus den in Russland vom Zentralbankkonto eingezogenen Geldern sowie entgangenen Zinsen und Verfahrenskosten zusammen.Russisches Gericht: Keine Strafzahlung nötigDen Weg für die Klage in Österreich hatte in der vergangenen Woche eine russische Gerichtsentscheidung geebnet. Diese erlaubt es der RBI, dort vorzugehen, ohne eine in Russland angedrohte Strafzahlung von bis zu 2,85 Milliarden Euro auszulösen. Die RBI ist die größte noch in Russland tätige westliche Bank. Sie hat ihr dortiges Geschäft auf Druck der Europäischen Zentralbank (EZB) jedoch deutlich zurückgefahren. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.