Mit der Video Doorbell der zweiten Generation legt Reolink seine akkubetriebene Türklingelkamera neu auf. Optisch bleibt das längliche Gehäuse unspektakulär, technisch hat sich dagegen einiges getan. Die Kamera zeigt Besucher von Kopf bis Fuß, erkennt inzwischen auch Tiere und soll vor allem deutlich länger ohne Steckdose durchhalten.Reolink ist im Bereich der Videotürklingeln kein Neuling. Schon die erste von uns ausprobierte Video Doorbell gefiel vor allem durch ihre umfangreiche App, lokale Speicherung und den Verzicht auf ein verpflichtendes Cloud-Abo. An diesem Grundprinzip hält der Hersteller erfreulicherweise fest.Quadratisches Bild zeigt auch PaketeDie neue Doorbell zeichnet mit 2.048 × 2.048 Pixeln und 15 Bildern pro Sekunde auf. Das quadratische 1:1-Format wirkt zunächst ungewohnt, ist für eine Türklingel aber sinnvoll. Mit jeweils 150 Grad horizontalem und vertikalem Sichtfeld reicht das Bild bis unmittelbar vor die Haustür. Dadurch bleiben nicht nur Besucher vollständig im Blick, sondern auch abgestellte Pakete.Tagsüber liefert die 4-Megapixel-Kamera ein ordentliches, detailreiches Bild. HDR hilft bei schwierigen Lichtverhältnissen, wenn beispielsweise der Bereich vor der Tür im Schatten liegt, während der Hintergrund hell erleuchtet ist. Nachts schaltet die Kamera auf Infrarot um.Im Lieferumfang ist allerlei Zubehör dabei – sogar ein USB-C-auf-USB-A-Kabel.Person, Paket oder doch nur die Katze?Die Bewegungserkennung unterscheidet zwischen Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen. Auch ein tatsächlicher Besucher, der die Klingeltaste betätigt, wird gesondert behandelt. Dadurch lässt sich in der Reolink-App recht genau festlegen, welche Ereignisse eine Mitteilung auf dem iPhone auslösen sollen.Über Zwei-Wege-Audio kann anschließend direkt mit Besuchern gesprochen werden. Alternativ stehen vorgefertigte Schnellantworten zur Verfügung. Wer gerade in einer Besprechung sitzt, kann dem Paketboten so beispielsweise eine vorbereitete Nachricht abspielen lassen.Auf der Rückseite lässt sich die MicroSD-Karte einführen, USB-C zum Laden oder eine Dauerstromverbindung anschließen.Bis zu 300 Tage mit einer LadungDie größte Neuerung steckt im Energiemanagement. Reolink setzt auf Qualcomms stromsparende QCC730-WLAN-Technik und verspricht bis zu 300 Tage Laufzeit. Dieser Wert basiert allerdings auf fünf Minuten Videoaufnahme pro Tag. Bei einer viel frequentierten Haustür, zahlreichen Live-Zugriffen und empfindlich eingestellter Bewegungserkennung wird der Akku entsprechend früher nachgeladen werden müssen.Praktisch ist deshalb die flexible Stromversorgung. Die Doorbell kann komplett kabellos genutzt und per USB-C geladen werden. Liegt bereits eine passende Klingelleitung, lässt sie sich alternativ an 8 bis 24 Volt Wechselspannung anschließen. Mit entsprechender Verkabelung ist sogar eine durchgehende 24/7-Aufzeichnung samt Voraufzeichnung möglich. Allerdings sollte man hierbei unbedingt die rechtlichen Vorschriften beachten und nicht in den öffentlichen Raum filmen.Lokaler Speicher bleibt ein PluspunktAufnahmen lassen sich direkt auf einer microSD-Karte mit bis zu 512 GB speichern. Alternativ stehen Reolinks Home Hub, kompatible NVR-Systeme und FTP zur Verfügung. Ein Cloud-Abonnement ist damit auch weiterhin keine Voraussetzung für den vollständigen Betrieb.Gerade gegenüber Anbietern, die Aufzeichnungen oder erweiterte Erkennungsfunktionen hinter monatlichen Gebühren verstecken, bleibt das ein starkes Argument für Reolink.Optional gibt es auch einen Lautsprecher für Innen, sodass man die Klingel auch ohne Smartphone hört.Gute App, weiterhin kein HomeKitDie Verwaltung übernimmt die Reolink-App für iPhone und iPad. Livebild, gespeicherte Ereignisse, Erkennungszonen, Push-Mitteilungen und Einstellungen sind hier an einem Ort gebündelt. Wer bereits andere Kameras des Herstellers verwendet, kann die Türklingel einfach in die vorhandene Übersicht integrieren.Aus Apple-Sicht bleibt allerdings derselbe Kritikpunkt wie bislang: HomeKit beziehungsweise HomeKit Secure Video werden nicht unterstützt. Reolink nennt stattdessen Google Assistant, Alexa und IFTTT als Smart-Home-Anbindungen. Auch eine Integration in Home Assistant ist möglich.Fazit: Sinnvolle EvolutionReolink erfindet die Videotürklingel mit der zweiten Generation nicht neu, verbessert aber an den richtigen Stellen. Das quadratische Bild eignet sich hervorragend für den Eingangsbereich, die lokale Speicherung verhindert laufende Zusatzkosten und die flexible Stromversorgung erleichtert die Installation.Die beworbenen 300 Tage Akkulaufzeit sollte man aufgrund der dafür vorausgesetzten geringen Aufzeichnungsdauer nicht überbewerten. Trotzdem dürfte die verbesserte Effizienz gerade bei einem reinen Akkubetrieb einen spürbaren Unterschied machen. Nur die weiterhin fehlende HomeKit-Anbindung verhindert aus Apple-Sicht ein rundum komplettes Paket.Reolink führt die Video Doorbell der zweiten Generation regulär für 139,99 Euro. Bei Amazon ist sie aktuell für 109,99 Euro zu haben. function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Reolink Video Doorbell, 2K Akku Türklingel mit Cam, 1:1 Kopf-bis-Fuß-Sicht 109,99 EUR 139,99 EUR Reolink (Kostenlos, App Store) →★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Reolink Video Doorbell 2nd Gen: Türklingel ohne Abo ausprobiert wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.