Mit den Beats 360 hat Apples Kopfhörermarke ihr Over-Ear-Angebot deutlich überarbeitet. Neben stärkerem Noise Cancelling setzt Beats erstmals auf austauschbare Ohr- und Kopfbügelpolster, IPX4-Schutz und eine neue Akustikplattform. Nach mehreren Tagen im Alltag bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Klanglich haben die Beats 360 mit dem alten Bass-Klischee der Marke kaum noch etwas zu tun.Vorgestellt haben wir die Beats 360 bereits zum Verkaufsstart. Für 349,95 Euro treten sie klar in der Premiumklasse an.Ausgewogener Klang statt Bass-DominanzIm Hörtest gefallen vor allem die klaren Höhen und die saubere Trennung einzelner Instrumente. Auch bei komplexeren Passagen bleibt gut nachvollziehbar, woher Stimmen, Gitarren oder elektronische Elemente kommen. Die Mitten wirken natürlich, während der Bass tief genug reicht und ordentlich Druck liefert, ohne das restliche Klangbild zu überrollen.Eine der größten Stärken ist das personalisierte 3D-Audio mit dynamischem Headtracking. Unterstützte Musik und Filme wirken deutlich räumlicher, die Bühne öffnet sich und einzelne Klanganteile lösen sich spürbar vom Kopf. Bei passenden Aufnahmen ist der Effekt weit mehr als eine Spielerei.Der Bügel wirkt sehr hochwertig und gibt auch ausreichend nach, um sicher zu sitzen.Sehr natürlicher TransparenzmodusAuch die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet überzeugend. Noch besser gefällt uns der Transparenzmodus. Umgebungsgeräusche werden so natürlich eingespielt, dass zeitweise fast vergessen werden kann, dass ein geschlossener Over-Ear auf dem Kopf sitzt. Stimmen klingen weder blechern noch künstlich verstärkt und auch die eigene Stimme bleibt angenehm.Austauschbare Polster als BesonderheitNicht nur die Ohrpolster lassen sich mit einer kurzen Drehbewegung abnehmen, auch das Polster an der Unterseite des Kopfbügels kann ersetzt werden. Damit lassen sich verschlissene Teile austauschen oder unterschiedliche Farben kombinieren.Die serienmäßigen Performance-Knit-Polster bestehen aus Memory Foam mit atmungsaktivem Strickbezug. Beim ersten Aufsetzen fällt der recht kräftige Anpressdruck auf. Der Kopfhörer sitzt dadurch sicher und dichtet gut ab, die weichen Polster verteilen den Druck aber angenehm. Nach kurzer Eingewöhnung empfanden wir den Tragekomfort auch über längere Zeit als sehr gut. Mit IPX4 sind die Beats 360 zudem gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt.Die Polster lassen sich mit einer einfachen Drehbewegung abnehmen und anbringen.Fast wie AirPods am iPhoneAuf dem iPhone verhalten sich die Beats 360 fast wie AirPods. Beim ersten Einschalten erscheint die bekannte Kopplungsanimation und anschließend finden sich die wichtigsten Einstellungen direkt in iOS. Eine separate App ist nicht erforderlich. Personalisiertes 3D-Audio, Hörmodi, „Wo ist?“, Audiofreigabe, automatischer Gerätewechsel und „Hey Siri“ sind integriert.Auch Android wird mit Google Fast Pair, Audio-Wechsel, Find Hub und der Beats-App umfassend unterstützt.Bei der Bedienung verzichtet Beats auf Touchflächen. Vier physische Tasten steuern Lautstärke, Wiedergabe, Anrufe, Sprachassistenten und Hörmodi. Das verhindert im Alltag zuverlässig Fehleingaben.Ein paar überraschende LückenGanz komplett ist das Paket trotz des hohen Preises nicht. Eine Trageerkennung fehlt, die Wiedergabe pausiert beim Absetzen also nicht automatisch. Einen frei einstellbaren Equalizer gibt es ebenfalls nicht.Überraschender ist der USB-C-Anschluss: Der USB-C-Anschluss dient ausschließlich zum Laden. Eine digitale Audiowiedergabe über USB-C unterstützt der Beats 360 nicht, auch ein klassischer 3,5-mm-Klinkenanschluss fehlt. Der Kopfhörer lässt sich damit überhaupt nicht kabelgebunden nutzen – weder am Mac oder iPad noch an einem iPhone mit USB-C. Gerade in dieser Preisklasse und angesichts der entsprechenden Funktion bei den Beats Studio Pro ist das schwer nachvollziehbar. Selbst ein USB-C-Ladekabel spart sich Beats im Lieferumfang.Die Farben können natürlich beliebig gemischt werden.Bis zu 32 Stunden trotz ANCBeats verspricht bis zu 32 Stunden Wiedergabe – auch mit aktiver Geräuschunterdrückung und personalisiertem 3D-Audio. Fünf Minuten am Ladegerät sollen über Fast Fuel bereits für eine weitere Stunde Musik reichen.Fazit: Die erwachseneren BeatsDie Beats 360 gehören zu den überzeugendsten Over-Ear-Kopfhörern der Marke. Klang, Instrumententrennung, 3D-Audio und insbesondere der natürliche Transparenzmodus gefallen im Alltag. Dazu kommen der sichere Sitz und die austauschbaren Polster.Bei 349,95 Euro hätten wir allerdings Trageerkennung, einen manuellen Equalizer und kabelgebundene Audiowiedergabe erwartet. Wer darauf verzichten kann und einen eng ins Apple-Ökosystem eingebundenen Over-Ear sucht, bekommt dennoch ein sehr gelungenes Gesamtpaket. Zum Start gibt es übrigens auch ein besonderes Angebot: Wer noch ein zusätzliches Paar Ohrmuscheln direkt mitbestellt, erhält es aktuell für 10 anstatt 60 Euro. function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Beats 360 – Over-Ear Kopfhörer mit austauschbaren Polstern, schweiß- und wasserbeständig mit... 349,95 EUR function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Beats 360 – Himmelblau Over-Ear Kopfhörer mit wolkefarbenen UltraPlush-Polstern 359,94 EUR 409,90 EUR ★ iPhone-Ticker bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Beats 360 im Test: Die erwachseneren Beats Wurde zuerst auf iphone-ticker.de veröffentlicht.