Causa Pike: Rufe nach Aus für Todesstrafe in USA

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02.10.2026 22.39Online seit heute, 22.39 UhrNach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin werden Rufe nach Abschaffung der Todesstrafe in den USA laut. Nach Amnesty International forderte das auch UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk.Die verurteilte Mörderin Christa Pike hatte zwei Giftspritzen überlebt und lag nach Angaben ihrer Anwälte in einem lebensbedrohlichen Zustand im Krankenhaus.UNO: „Verabscheuungswürdig“„Das anhaltende körperliche und seelische Leiden durch mehrere gescheiterte Hinrichtungsversuche ist verabscheuungswürdig und grausam“, sagte Türk auf den Onlineplattform X. Er verlangte Gnade für Pike.Nach Angaben ihrer Anwälte wurde Pike nach der fehlgeschlagenen Exekution in einem Krankenhaus nahe der Haftanstalt in Nashville in Tennessee behandelt, in dessen Todestrakt sie drei Jahrzehnte lang einsaß.Pike in kritischem ZustandIhr Anwalt Randy Spivey sagte, nach Angaben der Klinik befinde sie sich in einem kritischen Zustand und erhalte lebenserhaltende Maßnahmen. Nach der gescheiterten Hinrichtung war sie bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Das berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf lokale GerichtsdokumenteUnterdessen berichtete die italienische Zeitung „La Repubblica“, Papst Leo XIV. habe sich schon im Vorfeld für eine Aussetzung der Hinrichtung von Pike eingesetzt. Eine Reaktion auf das Gesuch des Vatikans habe es aber nicht gegeben.Mehr dazu in religion.ORF.atMord mit 18 JahrenPike war 1996 wegen des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zur Tatzeit 18 Jahre alt. Slemmer war 1995 in Knoxville über längere Zeit misshandelt und schließlich getötet worden.In den vergangenen Jahren hatten Pikes Anwälte zunehmend ihre schwere Kindheit, psychische Erkrankungen und ihre Entwicklung während der mehr als drei Jahrzehnte in Haft in den Mittelpunkt gestellt. Gouverneur Bill Lee lehnte ein Gnadengesuch kurz vor dem geplanten Hinrichtungstermin dennoch ab. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.