02.10.2026 15.47Online seit heute, 15.47 UhrDie zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike sollte Mittwochabend im US-Bundesstaat Tennessee mit der Giftspritze hingerichtet werden, doch sie hat überlebt. Nach Angaben ihrer Anwälte ist der Gesundheitszustand der 50-Jährigen kritisch.Sie erhalte eine lebensrettende medizinische Behandlung. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist aber unklar.Unklar ist zudem, ob ihr erneut die Hinrichtung droht, falls sie sich erholen sollte. Die Anwälte sprachen sich dafür aus, dass die Todesstrafe für Pike nicht mehr angewandt werde und sie stattdessen lebenslang ohne Bewährung bekomme.Unterdessen berichtete die italienische Zeitung „La Repubblica“, Papst Leo XIV. habe sich schon im Vorfeld für eine Aussetzung der Hinrichtung von Pike eingesetzt. Eine Reaktion auf das Gesuch des Vatikans habe es aber nicht gegeben.Mehr dazu in religion.ORF.atPike war 1996 wegen des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zur Tatzeit 18 Jahre alt. Slemmer war 1995 in Knoxville über längere Zeit misshandelt und schließlich getötet worden.In den vergangenen Jahren hatten Pikes Anwälte zunehmend ihre schwere Kindheit, psychische Erkrankungen und ihre Entwicklung während der mehr als drei Jahrzehnte in Haft in den Mittelpunkt gestellt. Gouverneur Bill Lee lehnte ein Gnadengesuch kurz vor dem geplanten Hinrichtungstermin dennoch ab.