Kommission will Düngerkosten mit 500 Mio. Euro abfedern

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10.06.2026 06.47Online seit heute, 6.47 UhrDie EU-Kommission will die Bauern und Bäuerinnen angesichts höherer Düngerkosten mit 500 Millionen Euro unterstützen. Dafür will sie die Agrarreserve der Gemeinsamen Agrarpolitik aktivieren, in der laut EU-Agrarkommissar Christophe Hansen noch gut 200 Millionen Euro sind.Die Kommission schlägt außerdem vor, dass die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament die Reserve um 300 Millionen Euro aufstocken, um Landwirten „gezielte und außerordentliche Unterstützung zu gewähren“. Die EU-Kommission hatte im Mai ein Unterstützungspaket angekündigt. Wie viel Geld zusätzlich fließen soll, war bisher nicht bekanntgeworden.Hansen blickt mit Sorge auf die Aussaat der Winterfrüchte. Bis jetzt habe es trotz der Marktlage wenig Probleme gegeben, weil die Landwirte im letzten Herbst größtenteils ihre Düngemittelreserven angelegt hatten.Doch nun überlegten manche Landwirte angesichts der Preise, ob sie anpflanzen oder sich stattdessen an einem Umweltprogramm beteiligen, bei dem sie unter Umständen ohne Dünger mehr Geld bekämen. „Und das ist natürlich eine Riesengefahr für unsere Lebensmittelversorgung“, sagte Hansen der dpa.Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen. Mit verschiedenen Vorhaben will die EU-Kommission die Versorgung mit bezahlbaren Düngemitteln kurz- und langfristig sichern, Treibhausgasemissionen senken und die Importabhängigkeit reduzieren. So will sie unter anderem Anreize für mehr Düngemittel mit organischem Dünger setzen.