08.06.2026 07.38Online seit heute, 7.38 UhrAngesichts der anhaltenden Trockenheit in Österreich und der dadurch ins Spiel gekommenen Debatte um die Befüllung von privaten Pools hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace in einer Aussendung heute an den Grundwasserverbrauch der Industrie erinnert – und diesen kritisiert.Demnach würden allein die drei Konzerne voestalpine, OMV und Lenzing AG laut Geschäftsberichten oder Unternehmensauskünften drei Mal mehr Wasser als alle privaten Pools zusammen verbrauchen.So stünden jährlich 51 Millionen Kubikmeter Grundwasser für die drei genannten Unternehmen 16 Millionen Kubikmeter Wasser gegenüber, die in Privatbecken fließen. Auch die 16 Millionen seien unbestritten eine große Menge, schrieb die NGO.„Während die Poolbefüllung öffentlich am Pranger steht, bleibt der gewaltige Wasserverbrauch der Industrie meist intransparent“, kritisierte Greenpeace und forderte von Wasserminister Norbert Totschnig (ÖVP), das angekündigte Wasserentnahme-Register für Industrie und Landwirtschaft rasch umzusetzen. Auch brauche es eine Wasser-Abgabe für industrielle Großverbraucher.Oftmals argumentieren Industrieunternehmen, sie würden das Wasser nur „nutzen“ statt „verbrauchen“, da sie es nach dem Gebrauch in Flüsse einleiten. Doch das sei ein Trugschluss: Einmal aus dem Boden gepumpt, ist das Wasser für den lokalen Grundwasserkörper verloren.