09.06.2026 08.30Online seit heute, 8.30 UhrHeute bringen die Datenschützer von NOYB die erste Klage gegen die Kreditauskunftei CRIF ein. Der Unterlassungsklage wird heuer im zweiten Halbjahr noch eine Sammelklage folgen, kündigte Datenschützer Max Schrems an.Der Vorwurf: Die Kreditauskünfte von CRIF seien oft nicht aussagekräftig, könnten jedoch für die Betroffenen zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen führen. Wer sich der Sammelklage anschließt, gehe kein finanzielles Risiko ein. Geht die Klage durch, wird den Klägern eine Entschädigung zugesprochen.Wirtschaftliche NachteileDer Handy- oder Stromvertrag kann nicht abgeschlossen werden, der Kreditantrag wird abgelehnt. Den Grund dafür wissen die wenigsten. Der entsprechende Credit Score der Kreditauskunftei CRIF schreibt diesen Personen eine schlechte Bonität zu. Allerdings basiert dieser Credit Score in 90 Prozent der Fälle nur auf allgemeinen Daten wie Alter, Geschlecht und Adresse der Person, sagte Schrems.Ingrid Francisco, Datenschutzexpertin bei CRIF, hält dem entgegen, dass Personen ohne negative Finanzmeldungen immer einen „positiven mittelmäßigen Score“ haben, sodass sie „ungehindert am Wirtschaftsleben teilnehmen können“.Auch AK kritisiert CRIFUnterstützung für NOYB kommt von der Arbeiterkammer (AK). Gabriele Zgubic, Leiterin der Abteilung Konsumentenpolitik der AK Wien, empfahl Konsumentinnen und Konsumenten im Ö1-„Morgenjournal“, sich der geplanten Sammelklage anzuschließen. Sie kritisierte die Berechnung der Bonität als intransparente „Blackbox“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.