Lohntransparenz: Strafen bis 60.000 Euro geplant

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12.06.2026 15.21Online seit heute, 15.21 UhrUnternehmen drohen bei mehrmaligen Verstößen gegen die neuen Transparenzpflichten für Löhne Verwaltungsstrafen von bis zu 60.000 Euro. Das sieht der Entwurf des Arbeitsministeriums vor, der seit einigen Tagen in der Koordinierung der Regierung verhandelt wird und über den der „Standard“ heute berichtete. Kern des Gesetzes ist das Auskunftsrecht über Gehälter, das Angestellte künftig haben sollen.Recht auf Info von DurchschnittgehaltVorgesehen ist ein individuelles Auskunftsrecht über die individuelle Entgelthöhe sowie das Durchschnittsentgelt der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten.In Stellenausschreibungen – bzw. vor dem Einstellungsgespräch bei Initiativbewerbungen – muss das Einstiegsgehalt oder dessen Spanne bekanntgegeben werden, damit sich Bewerberinnen und Bewerber auf die Gehaltsverhandlung vorbereiten können.Bedenken aus der WirtschaftDie Lohntransparenzrichtlinie hat das Ziel, den Gender Pay Gap zu verringern. Die Umsetzung stieß in den letzten Wochen aber auf Gegenwind, auch innerhalb der Koalition. Während SPÖ, Grüne, Gewerkschaftsbund und Arbeiterkammer auf eine schnelle Umsetzung der Richtlinie drängen, haben Wirtschaftsvertreter Bedenken.Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und ÖVP-Wirtschaftsbund befürchten zusätzliche Bürokratie und Kosten. Auch die NEOS hatten zuletzt gefordert, die Richtlinie zu überarbeiten.