Nach der Vorstellung von Siri AI hat Apple weitere Funktionen gezeigt, die auf der neuen Apple-Intelligence-Plattform aufbauen. Die Neuerungen betreffen zahlreiche Systemanwendungen, darunter Safari, Nachrichten, Kalender, die Home-App, Kurzbefehle und Fotos. Dabei setzt Apple vor allem auf Automatisierung und die Verknüpfung vorhandener Inhalte, um alltägliche Aufgaben zu vereinfachen.Viele der Funktionen arbeiten direkt mit den persönlichen Daten auf dem Gerät und sollen Informationen aus unterschiedlichen Anwendungen zusammenführen. Gleichzeitig betont Apple erneut, dass die Verarbeitung entweder lokal auf dem Gerät oder über die eigene Private-Cloud-Compute-Infrastruktur erfolgt.Safari wird aktiver und organisiert offene TabsEine der auffälligsten Neuerungen betrifft Safari. Der Browser kann offene Tabs künftig automatisch nach Themen gruppieren. Anstatt Dutzende einzelner Webseiten verwalten zu müssen, fasst Safari verwandte Inhalte zusammen und erweitert diese Gruppen automatisch während des Surfens.Hinzu kommt eine neue Überwachungsfunktion für Webseiten. Nutzer können Safari in natürlicher Sprache mitteilen, worauf sie warten, etwa auf freie Konzerttickets oder die Verfügbarkeit eines Produkts. Der Browser beobachtet die entsprechende Seite anschließend selbstständig und informiert bei Änderungen.Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Erweiterungen per Texteingabe zu erstellen. Nutzer beschreiben die gewünschte Funktion in Alltagssprache, Safari erzeugt daraus eine passende Browser-Erweiterung.Die Passwörter-Applikation erhält zudem eine automatische Passwortmodernisierung. Unsichere Zugangsdaten können künftig mit einem einzigen Schritt durch starke Kennwörter ersetzt werden. Apple übernimmt dabei den Anmelde- und Änderungsprozess auf unterstützten Webseiten automatisch.Fotos, Home und Kurzbefehle werden intelligenterIm Fotos-Bereich baut Apple die bereits vorhandenen KI-Werkzeuge deutlich aus. Die bekannte Bereinigungsfunktion zum Entfernen störender Objekte wird verbessert. Neu hinzu kommen Werkzeuge zum Erweitern von Bildrändern sowie eine Funktion namens „Spatial Reframing“.Dabei lässt sich der Bildausschnitt nachträglich verändern, als wäre die Aufnahme aus einer leicht anderen Perspektive entstanden. Apple kombiniert dafür räumliche Modelle aus Vision Pro mit generativer Bildbearbeitung. Fehlende Bildbereiche werden automatisch ergänzt.Auch Image Playground wird grundlegend erweitert. Erstmals unterstützt die Anwendung fotorealistische Bildgenerierung. Nutzer können Fotos umgestalten, neue Bilder aus Beschreibungen erzeugen oder Inhalte gezielt verändern. Die erstellten Bilder lassen sich unter anderem für Kontaktbilder, Hintergrundbilder oder Nachrichten verwenden.In der Home-App analysiert Apple Intelligence Aufnahmen kompatibler Kameras und erstellt automatisch Zusammenfassungen der erkannten Aktivitäten. Suchanfragen können sich künftig auf den Inhalt von Videoaufnahmen beziehen. Wer etwa nach einer Paketlieferung sucht, erhält passende Kameraclips aus mehreren Quellen zusammengeführt.Die Kurzbefehle-Applikation wird ebenfalls vereinfacht. Statt komplexe Automatisierungen manuell zusammenzustellen, genügt künftig eine Beschreibung in natürlicher Sprache. Apple Intelligence erstellt daraus automatisch die erforderlichen Abläufe.Darüber hinaus halten kleinere Verbesserungen Einzug in Nachrichten, Mail, Kalender und Telefon. Nachrichten schlagen passende Aktionen vor, Kalendertermine lassen sich per Freitext anlegen und die Telefon-App kann während eines Anrufs relevante Informationen wie Buchungsnummern automatisch aus E-Mails heraussuchen.Apple nutzt die neuen Funktionen damit vor allem, um bestehende Anwendungen enger miteinander zu verzahnen. Während Siri AI als zentrale Oberfläche für die neue KI-Strategie dient, zeigen die jetzt vorgestellten Funktionen, wie tief Apple Intelligence künftig in die alltägliche Nutzung von iPhone, iPad und Mac integriert werden soll.Zum Start nicht in EuropaZum Abschluss nannte Apple auch erste Einschränkungen. Siri AI startet später im Jahr als Beta-Version, wird zunächst jedoch nicht auf iPhone und iPad in der Europäischen Union verfügbar sein. Auch in China verschiebt sich die Einführung der neuen Apple-Intelligence-Funktionen vorerst. Die übrigen Neuerungen sollen kostenlos mit den kommenden Betriebssystemversionen erscheinen. Für einzelne Funktionen mit besonders hohem Rechenaufwand gelten tägliche Nutzungslimits. Erweiterte Kontingente erhalten Nutzer über ausgewählte iCloud+-Abonnements.The post Apple Intelligence zieht in Safari, Fotos und Home-App ein first appeared on ifun.de.