Italien: Sexualkunde nur noch mit Zustimmung der Eltern

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05.06.2026 13.34Online seit heute, 13.34 UhrIn Italien wird Sexualkundeunterricht an Schulen künftig nur noch mit vorheriger Zustimmung der Eltern stattfinden dürfen. Ein entsprechendes Gesetz der rechten Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde gestern endgültig vom Senat beschlossen.Gar keine Sexualkunde in Volksschulen und KindergärtenDarüber hinaus wird Sexualkundeunterricht in Kindergärten sowie in der Volksschule vollständig ausgeschlossen. Das Gesetz, das von Bildungsminister Giuseppe Valditara eingebracht wurde, verpflichtet Schulen außerdem dazu, die Familien mindestens sieben Tage vor den entsprechenden Unterrichtsangeboten zu informieren.Die Neuregelung löste deutliche Kritik aus den Reihen der Opposition aus. Sexualkunde dürfe nicht anders behandelt werden als andere Unterrichtsinhalte, argumentierten Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus Linksparteien.Bildungsminister sieht Schutz vor „Gender-Propaganda“Bildungsminister Valditara verteidigte die Reform hingegen. Sie diene dem Schutz Minderjähriger vor dem, was er als „Gender-Propaganda“ bezeichnete. Gleichzeitig werde damit der verfassungsrechtliche Grundsatz gestärkt, dass in erster Linie die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich seien.