RBI sichert sich Mehrheit an Addiko-Bank

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10.06.2026 09.32Online seit heute, 9.32 UhrDie Raiffeisen Bank International (RBI) hat sich im Bieterkampf um die Addiko Bank gegen den slowenischen Rivalen Nova Ljubljanska Banka (NLB) durchgesetzt.Bisher seien Annahmeerklärungen für 50,42 Prozent der Aktien eingegangen, teilte die RBI heute mit. In der Vorwoche hatte sie bereits gemeldet, sich gut ein Drittel der Anteile gesichert zu haben. In dem erreichten Anteil sei auch das Aktienpaket des serbischen Investors Alta Group enthalten, das 9,63 Prozent umfasse. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 22. Juli.Aktionäre wählten niedrigeres GebotMit dem Überschreiten der 50-Prozent-Marke durch die RBI kann die NLB ihre angestrebte Mindestannahmequote von 75 Prozent rechnerisch nicht mehr erreichen. Die NLB hatte ihr Angebot zuletzt auf 33,50 Euro je Aktie erhöht und die Bank damit mit rund 653 Millionen Euro bewertet. Damit überbot sie die RBI deutlich, deren Offerte von 26,50 Euro einer Gesamtbewertung von rund 517 Millionen Euro entspricht.Vorstand und Aufsichtsrat der Addiko hatten sich dennoch auf die Seite der RBI geschlagen und den Aktionären deren Offerte zur Annahme empfohlen. Sie begründeten dies mit einer höheren Transaktionssicherheit, da der NLB regulatorische Hürden in Kroatien drohten. Zudem hatte die Alta Group angekündigt, ihre Anteile der RBI anzudienen.Nachfolgerin der Hypo Alpe AdriaNach einer erfolgreichen Übernahme plant die RBI eine Aufspaltung der Addiko, die aus Teilen der seinerzeit notverstaatlichten Kärntner Hypo Alpe-Adria hervorgegangen ist. Das Geschäft in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro soll an die Alta Group verkauft werden. Die Aktivitäten in Kroatien und Slowenien will die bereits in weiten Teilen Osteuropas präsente RBI in ihr eigenes Netzwerk integrieren.