23.02.2026 14.29Online seit heute, 14.29 UhrDer Krieg in der Ukraine hat innerhalb von knapp vier Jahren laut einer neuen Schätzung einen direkten Schaden von fast 200 Milliarden US-Dollar (rund 170 Mrd. Euro) verursacht, wie aus einem gemeinsamen Bericht der Weltbank, der Europäischen Kommission, der ukrainischen Regierung und der Vereinten Nationen heute hervorgeht.Für den Wiederaufbau des Landes dürften in den kommenden zehn Jahren 587,7 Milliarden Dollar (knapp 500 Mrd. Euro) nötig sein. Vor allem der Wohnungsbau, der Verkehrssektor und die Energieversorgung seien zerstört worden.Schadensanteil im Energiesektor gestiegenDabei macht der Wohnungsbau mit mehr als 60 Milliarden Dollar fast ein Drittel des direkten Schadens aus, der Verkehrssektor mit rund 40 Milliarden Dollar gut ein Fünftel. „Stand 31. Dezember 2025 sind 14 Prozent des Wohnungsbestands beschädigt oder zerstört; dies betrifft mehr als drei Millionen Haushalte“, hieß es. Verglichen mit dem Bericht des vergangenen Jahres sei der Schaden im Energiesektor um gut ein Fünftel gestiegen.Größter Schaden in Ostukraine und bei KiewGeografisch gesehen verteilte sich der verursachte Schaden vor allem auf die Ostukraine und die Region rund um die Hauptstadt Kiew. 75 Prozent des Gesamtschadens seien in den Gebieten an der Front verzeichnet worden.EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos zufolge will die Europäische Union weiter eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau und der Erholung der Ukraine spielen. So sollten auch privatwirtschaftliche Geber für Investitionen angesprochen werden. UN-Koordinator Matthias Schmale verwies darauf, dass es beim Wiederaufbau des zerstörten Landes vor allem auf die Menschen ankomme.