23.02.2026 14.03Online seit heute, 14.03 UhrDas Amt für Betrugsbekämpfung (ABB) hat im Vorjahr 154 Millionen Euro aus Betrugsfällen eingetrieben. Steuerbetrugsbekämpfung sei ein „Beitrag zur Gerechtigkeit“ und hebe die „Steuermoral“, sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) heute in Wien.Das ABB kontrollierte 51.235 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 25.981 Betrieben. Zudem wurden 411 Scheinfirmen zugesperrt, 7.288 Finanzstrafverfahren abgeschlossen, 128 Hausdurchsuchungen durchgeführt und 92,5 Terabyte Beweisdaten sichergestellt.„Immer“ Beleg mit QR-Code verlangen„Ich zahle gerne Steuern, wenn ich weiß, dass andere Steuern zahlen“, so Marterbauer. Die Bekämpfung von Steuerbetrug bezeichnete er zudem als „präventiv“, es müssten dabei laufend Fälle wie der jüngst aufgedeckte Registrierkassenbetrug bekanntgemacht werden.Auch Konsumentinnen und Konsumenten könnten zur Steuerehrlichkeit beitragen, indem sie „immer“ in Gasthaus und Hotel einen Beleg mit QR-Code verlangen, so Marterbauer. „Besonders anfällig“ für Betrug sind ihm zufolge die Branchen Gastronomie, Beherbergung, Bau, Glücksspiel und Kryptowährung. Verstärkt wolle man auf die internationale Zusammenarbeit setzen, führte Marterbauer fort.Anstieg bei ScheinfirmenABB-Vorstand Christian Ackerler wies auf einen „massiven Anstieg“ im Bereich Scheinfirmen hin. Nach 197 Verfahren im Jahr 2024 verdoppelte sich die Anzahl der festgestellten Scheinfirmen im vergangenen Jahr auf 411.Die Steuerehrlichkeit sei in Österreich „sehr hoch“, sagte Ackerler. Es gehe nun darum, dass die Steuermoral auch hoch bleibe, fügte Marterbauer hinzu. Betrügerinnen und Betrüger würden „immer kreativer werden, aber wir werden auch immer kreativer“, so der Finanzminister. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.