Syrische Regierung schließt Lager für IS-Familien

Wait 5 sec.

23.02.2026 06.36Online seit heute, 6.36 UhrNach der Verlegung aller verbliebenen Insassen des berüchtigten Lagers Al-Hol für Familien von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die syrische Regierung seine Schließung bekanntgegeben.„Die syrischen und nicht-syrischen Familien wurden umgesiedelt“, teilte ein von der syrischen Regierung mit der Verwaltung des Lagers im Nordosten Syriens beauftragter Beamter, Fadi al-Kassem, heute mit.Beamter: Noch letzte KontrollenDie Sicherheitskräfte führten derzeit letzte Kontrollen der Zelte im Lager durch, sagte al-Kassem. Die Lagerbewohnerinnen und -bewohner, die „Hilfe für ihre Wiedereingliederung“ in die Gesellschaft benötigten, seien in ein Lager im Norden der Provinz Aleppo und an andere Orte gebracht worden.24.000 Menschen zuletzt in LagerDas Lager al-Hol in der syrischen Provinz Hassaka war bisher das größte Lager für Familien von IS-Kämpfern in der Region. Zuletzt lebten dort etwa 24.000 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder. Zu den Insassen zählten etwa 15.000 Syrerinnen und Syrer, mehrere tausend Irakerinnen und Iraker und mehr als 6.000 Ausländerinnen und Ausländer aus rund 40 anderen Ländern.Das Lager war von kurdischen Militärkräften eingerichtet worden, die den Kampf gegen den IS in Syrien angeführt hatten und dabei von einer internationalen Militärkoalition unter Führung der USA unterstützt worden waren.