23.02.2026 09.51Online seit heute, 9.51 UhrMit dem Brexit 2020 ist Großbritannien auch aus dem Erasmus-Programm der EU ausgestiegen. Ende 2025 kam dann überraschend die Bekanntgabe der Rückkehr ins EU-Austauschprogramm. Erste Aufenthalte werden ab Mitte 2027 wieder möglich sein, schätzt man heute bei Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD), die das Programm abwickelt.Schulen, Hochschulen und Jugendeinrichtungen sollten aber schon jetzt aktiv werden, um Kontakte zu Partnerinstitutionen zu knüpfen. Vor dem Brexit war Großbritannien eines der beliebtesten Erasmus-Ziele bei österreichischen Studierenden, Lehrlingen, Lehrenden und Schülerinnen bzw. Schülern.Im Hochschulbereich rangierte das Land mit 4.800 Personen (2014-2020) auf Rang drei hinter Deutschland und Spanien, im Schul- und Berufsbildungsbereich sogar an erster Stelle.Nach dem Ausstieg Großbritanniens verlagerten sich die Austauschaktivitäten im Schulbereich dann nach Irland. „Aber Irland ist voll, weil ganz Europa dorthin ausgewichen ist“, so OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice zur APA. Es gebe daher kaum noch verfügbare Partnerschulen.Bis erste Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge oder Studierende wieder einen Erasmus-Aufenthalt in Großbritannien absolvieren können, dürfte es aber noch dauern. Einerseits müssten die Briten wieder eine Agentur zur Abwicklung aufbauen – außerdem haben etwa die britischen Unis eine Charta zu erfüllen.Diese reicht vom Verzicht auf Studiengebühren und klaren Anerkennungsprozedere über die Implementierung eines fairen, transparenten Auswahlprozesses bis zur Unterstützung bei Visa-Fragen, Wohnung und Versicherungen. Und schließlich brauche es Kooperationsvereinbarungen zwischen den einzelnen Institutionen, so die OeAD. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.