23.02.2026 10.05Online seit heute, 10.05 UhrDie globalisierungskritische NGO ATTAC hat heute gewarnt, dass das aktuelle Wettrüsten ein Erreichen der Klimaziele unmöglich macht. Laut ATTAC-Berechnung betrugen die globalen Emissionen des Militärs im Jahr 2025 rund 4,3 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent. Das entspricht etwa acht Prozent der globalen Emissionen.ATTAC fordert die Einbeziehung militärischer Treibhausgasemissionen in die internationale Klimabilanz sowie einen Stopp des Wettrüstens und eine Senkung der Militärausgaben. Das Militär sei „ein zentraler, bisher kaum beleuchteter Treiber der Erderhitzung“.Es verursache durch laufenden Betrieb, Infrastruktur, Rüstungsproduktion und Lieferketten erhebliche Treibhausgasemissionen, erklärte ATTAC in einer Aussendung. Zusätzlich würden die weltweiten Militärausgaben rasant weiter steigen und „die Klimaziele de facto unerreichbar“ machen.25 Prozent der Emissionen künftig von ArmeenUm die Erderhitzung auf 1,5 bis maximal zwei Grad zu begrenzen, müssten die weltweiten Treibhausgasemissionen laut Pariser Abkommen bis 2030 halbiert werden. Steigen die weltweiten Militärausgaben weiter wie geplant, würden die Armeen weltweit 2030 etwa 25 Prozent der maximal erlaubten Gesamtemissionen beanspruchen.Selbst ernsthafte Emissionsminderungen in Industrie, Verkehr und Energie würden durch den militärischen Sektor zunichte gemacht werden, warnte ATTAC: „Werden die angekündigten Rüstungsprogramme umgesetzt, rücken selbst minimale Klimaziele in unerreichbare Ferne.“Ansätze des Bundesheeres reichen nicht ausATTAC kritisierte auch, dass militärische Emissionen bisher völlig unzureichend erfasst und kaum reguliert werden – auch hierzulande. Österreich erfasse militärische Emissionen zwar teilweise, doch die Bilanz sei lückenhaft: Berücksichtigt würden nur Energie- und Treibstoffverbrauch, die genaue Bilanz werde jedoch nur vage aufgeschlüsselt. Vorgelagerte Emissionen aus Beschaffung und Produktion fehlten weitgehend. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.