22.02.2026 18.03Online seit heute, 18.03 UhrNach Plänen des deutschen Innenministers Alexander Dobrindt (CSU) sollen Asylwerberinnen und Asylwerber in Deutschland früher arbeiten dürfen. „Wer hierherkommt, soll arbeiten können – und zwar schnell“, sagte Dobrindt der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Die beste Integration ist die in die Arbeitswelt.“Demnach sollen Asylwerber nach drei Monaten in Deutschland einen Job annehmen dürfen, auch wenn das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist.Vorhaben soll Sozialkosten reduzierenAktuell brauchen Asylwerber eine Erlaubnis der Behörden, wenn sie nach frühestens drei Monaten in Deutschland anfangen wollen zu arbeiten. Solange sie verpflichtet sind, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen, dürfen sie in der Regel aber keinen Job ausüben. Sie müssen darum oft lange warten.In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, Hürden für Flüchtlinge bei der Aufnahme einer Beschäftigung abzubauen und Arbeitsverbote auf maximal drei Monate zu reduzieren. Dobrindt hat nun dem Artikel zufolge einen „Sofort-in-Arbeit-Plan“ erarbeiten lassen. Hauptziel sei, die Sozialkosten zu reduzieren. Eine Arbeitspflicht für Asylwerber solle es aber nicht geben.SPD unterstützt PläneDie SPD unterstützte die Pläne. „Arbeit ist ein entscheidender Faktor für eine gelingende Integration, insbesondere um die deutsche Sprache schnell zu lernen“, sagte Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).Marcel Emmerich von den Grünen warnte dagegen vor einem „Täuschungsmanöver“. „Während einerseits über einen erleichterten Arbeitsmarktzugang gesprochen wird, werden andererseits Integrationskurse eingeschränkt, obwohl sie zentral für den Spracherwerb und damit für nachhaltige Integration sind.“Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Dobrindt Einschränkungen für den Zugang zu Integrationskursen plant. Demnach sollen nur noch Menschen die Kurse kostenfrei besuchen können, die durch die Behörden zur Teilnahme verpflichtet werden. Dies gilt vor allem für anerkannte Asylberechtigte. Ausgeschlossen wären unter anderem Asylwerber. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.