Crans-Montana: Anzeige wegen veröffentlichter Notrufe

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05.04.2026 18.34Online seit heute, 18.34 UhrMehr als drei Monate nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana mit über 40 Todesopfern haben die örtlichen Rettungsdienste wegen der Veröffentlichung von Notrufen die Justiz eingeschaltet. Wie die Nachrichtenagentur AFP heute von der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) erfuhr, wurde „Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht“. Grund dafür sei die „unrechtmäßige Weitergabe interner Dokumente“. Die KWRO arbeite mit den Ermittlern zusammen und werde keinen weiteren Kommentar abgeben.Laut Berichterstattung der Schweizer „Sonntagszeitung“ bezieht sich die Strafanzeige auf den Vorwurf des Verstoßes gegen das Berufs- und Amtsgeheimnis sowie das Datenschutzgesetz. Demzufolge seien jegliche Audioaufzeichnungen der Notrufe aus der Unglücksnacht an die ins Verfahren involvierten Anwälte, Ermittler, sowie die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden, darunter auch solche, die keinen Bezug zu dem Unglück in Crans-Montana hatten. Inhalte der Notrufe seien anschließend von französischsprachigen Nachrichtenseiten und später von weiteren Medien veröffentlicht worden.In Crans-Montana waren in der Silvesternacht 41 Menschen bei einem Brand im Untergeschoß der Bar Le Constellation ums Leben gekommen. Den Ermittlern zufolge wurde die Brandkatastrophe wahrscheinlich durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst, die zu nahe an die mit Schaum verkleidete Decke gehalten wurden.Gegen die Betreiber der Bar sowie gegen den ehemaligen und den aktuellen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde Crans-Montana wird bereits seit Wochen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.