Erneute Rettung von in Ostsee gestrandetem Wal wird geprüft

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05.04.2026 18.18Online seit heute, 18.18 UhrEin Hoffnungsschimmer für den bei Wismar vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwahl: Das Umweltministerium des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern prüft nun, ob das Tier von einem Katamaran aufgenommen und in tieferes Wasser gebracht werden könnte.Voraussetzung hierfür sei aber ein voraussichtlich am Dienstag vorliegendes gesundheitliches Gutachten zum Wal, ob er überhaupt eine Überlebenschance habe, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) heute in einem Interview des Senders News5. Aktuell gehe es ihm aber „wirklich ganz schlecht“.Der Katamaran sei in Dänemark verfügbar und könne den zwölf Tonnen schweren Wal aufnehmen. Die Idee: „Es werden 80 Zentimeter bis ein Meter breite Gurte unter dem Wal durchgespült, ganz vorsichtig, um dem Wal nicht zu schaden“, sagte Backhaus. Anschließend soll das Tier dann ganz vorsichtig hochgehoben und auf ein Netz gelegt werden, „um ihn dann lebend zu transportieren“.Aktuell setzt der viel zu geringe Salzgehalt in der Ostsee dem Buckelwal erheblich zu. Dieser liege rund ein Drittel unter dem, was Wale in der Nordsee und dem Atlantik gewohnt seien, sagte Backhaus am Ostersonntag nach einem weiteren Besuch bei dem Meeressäuger. Die Folge: Der Buckelwal habe Hautprobleme, „die den Gesundheitszustand wirklich sehr, sehr negativ beeinflussen“. Zuvor hatten Fachleute direkt beim Wal Wasserproben genommen und analysiert.Das Tier war am Dienstag vor Poel gestrandet. Am Mittwoch waren alle Rettungsversuche eingestellt worden. Nach Einschätzung von Fachleuten wird das Tier wohl in der Bucht sterben. Wie lange der Wal noch überleben wird, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht vorhersagen.Der Buckelwal hatte sich seit Anfang März viermal festgesetzt. Dreimal war es ihm gelungen, wieder loszuschwimmen. Zunächst war er im Hafen von Wismar gesichtet worden, später bei Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein und letztlich war er vor Wismar gestrandet. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.