Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500

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06.04.2026 18.00Online seit heute, 18.00 UhrIm Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete heute, dass seit dem 2. März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden.Die proiranische Hisbollah im Libanon und das israelische Militär beschießen sich gegenseitig. Israelische Truppen sind auch in den Südlibanon vorgerückt und die Regierung hat eine Besetzung des Gebiets angekündigt.Die UNO-Beobachtermission UNIFIL zeigte sich jüngst besorgt über die Entwicklungen im Grenzgebiet. Sowohl Kämpfer der Hisbollah als auch israelische Soldaten hätten Geschosse und Schüsse in der Nähe von UNO-Positionen abgefeuert. Mehrere Blauhelmsoldaten wurden getötet und verletzt.Israel wirft Libanon Versagen vorNach Angaben des israelischen Militärs wurden seit Beginn der aktuellen Auseinandersetzungen mehr als 6.000 Geschosse aus dem Libanon auf Israel abgefeuert. Etwa die Hälfte dieser Angriffe stamme von Kämpfern der Hisbollah südlich des Flusses Litani, sagte ein Armeesprecher. Eigentlich sollte die Hisbollah sich nach dem vergangenen Krieg bis hinter den Litani-Fluss – etwa 30 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt – zurückziehen.Die israelische Armee wirft der libanesischen Regierung Versagen bei der Entwaffnung der Hisbollah vor. Nach israelischen Angaben sollen unter den Toten Hunderte Hisbollah-Mitglieder sein. Die Hisbollah hatte nach der Tötung des obersten iranischen Führers, Ali Chamenei, Israel beschossen.Vertreibung der BevölkerungIsrael reagierte unmittelbar. Seitdem herrscht statt einer brüchigen Waffenruhe wieder offener Krieg zwischen der Hisbollah und Israel. Israels Armee zwang mit seinem Vorgehen faktisch rund eine Million Menschen, aus dem Süden zu flüchten. Israel rechtfertigt sich damit, durch die Warnungen an die Zivilbevölkerung nur internationales Recht einzuhalten und wirft der Hisbollah – so wie der Hamas in Gaza – vor, sich in der Zivilbevölkerung zu verstecken.