D: Eiersucher finden Flasche mit Aufschrift „Polonium“

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05.04.2026 21.21Online seit heute, 21.21 UhrNachdem zwei Männer in Deutschland bei der Ostereiersuche im Garten ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium 210“ gefunden haben, hat das deutsche Umweltministerium das Fläschchen abgeholt. Dies teilte die Polizei mit. Das Ministerium sei nun für die Untersuchung des Inhalts zuständig. Es war zunächst unklar, welcher Stoff in dem Fläschchen ist.Die beiden Männer hatten in dem Garten am Ortsrand von Vaihingen an der Enz nordwestlich von Stuttgart Ostereier gesucht und dabei das weiße Kunststofffläschchen mit rotem Deckel entdeckt, wie der Kreisbrandmeister Andy Dorroch sagte. Weitere Angaben zu den Männern machte er nicht. Die beiden hätten nach dem Fund den Notruf gewählt.Feuerwehr: Flasche ist echtPolonium 210 sei ein potenziell tödliches Strahlengift, hatte Kreisbrandmeister Dorroch zuvor mitgeteilt. Die Feuerwehr schätzte nach eigenen Angaben das Fläschchen als echt ein. „Das Behältnis passt zum Stoff“, sagte Dorroch. „Der Stoff ist auch nicht irgendwie handschriftlich draufgekritzelt, sondern der ist sauber offiziell beschriftet.“Zudem sei das Fläschchen mit geschätzten 200 Gramm Gewicht relativ schwer, was wiederum dazu passe, dass Polonium 210 ein relativ schwerer Stoff sei. „So dass wir schon davon ausgehen, dass es sich um den Stoff tatsächlich handelt.“Zunächst seien allerdings alle Messungen im Umfeld des Fläschchens negativ gewesen. Es sei keine Radioaktivität gemessen worden. Die Männer seien unverletzt. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg übernahm die Ermittlungen zu dem Gegenstand.Fund löste Großeinsatz ausDer Fund führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 138 Einsatzkräften und 41 Fahrzeugen vor Ort – darunter ein Strahlenschutzzug und Gefahrgutzug sowie einer Fachberaterin Strahlenschutz, die beruflich im Kernkraftwerk arbeitet, wie der Kreisbrandmeister sagte.Der Bereich um den Fundort war den Angaben zufolge weiträumig abgesperrt worden. Nach dem Abtransport des Fläschchens wurde der Bereich wieder freigegeben. Es blieb zunächst unklar, wohin das Umweltministerium das Fläschchen brachte und wann es dort untersucht werden sollte.Litwinenko starb 2006 nach Polonium 210-AnschlagPolonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und deshalb sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird. Der Putin-Kritiker und frühere Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko starb 2006 in London nach einem Anschlag mit Polonium 210.