05.04.2026 17.27Online seit heute, 17.27 UhrDie acht Kernstaaten des Öl-Kartells OPEC+ zeigen sich tief besorgt über Angriffe auf die Energieinfrastruktur durch den Iran. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, erklärten die Länder heute nach einem Onlinetreffen.Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus. Zugleich drehen die acht Länder – zu ihnen gehören vom Iran-Krieg besonders betroffene Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate – den Ölhahn etwas auf. Die Tagesproduktion könne im Mai um 206.000 Barrel (je 159 Liter) gesteigert werden, hieß es.Der Schritt hat wegen der weitgehenden Blockade der Meerenge von Hormus eher Symbolcharakter. Der Ölmarkt hat aktuell weniger ein Produktions- als ein Lieferproblem.US-Präsident Donald Trump hat zuletzt die von den aktuellen Ölengpässen betroffenen – vor allem asiatischen – Länder aufgefordert, Öl aus den Vereinigten Staaten zu beziehen. Ob sich dies auf Weltmarktpreise auswirken würde, ist fraglich. Denn die werden vom globalen Angebot bestimmt, das wegen des Kriegs eingeschränkt wurde.Nach Angaben der Internationalen Energieagentur vom März haben Staaten in der Golfregion ihre Tagesproduktion um mindestens zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) reduziert, was fast zehn Prozent des globalen Ölbedarfs entspricht. Der Grund: Diese Länder haben keine ausreichenden Lagermöglichkeiten für das Öl, das derzeit nicht durch die Straße von Hormus kann.