24.03.2026 11.23Online seit heute, 11.23 UhrIm europäischen Vergleich stehen die österreichischen Gemeinden finanziell schlecht da, zeigt eine neue Studie des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ), über die das Ö1-Morgenjournal heute berichtet hat. Laut der Studie geben die österreichischen Gemeinden durchschnittlich rund 6,4 Prozent mehr aus, als sie einnehmen, in der EU liegt dieser Wert im Schnitt bei 2,1 Prozent.Grund für das schlechte Abschneiden sind laut der Studie unter anderem die im EU-Vergleich besonders niedrigen Steuereinnahmen der Gemeinden. Zudem würden die Zahlungen an die Bundesländer in den Bereichen Gesundheit und Soziales steigen, so der Studienautor Thomas Prorok in Ö1.Auch die Größe der österreichischen Gemeinden belaste deren Finanzsituation. So hat die durchschnittliche EU-Gemeinde laut der Studie 22.000 Einwohnerinnen und Einwohner, der österreichische Durchschnitt liege hier bei rund 4.300 Bürgerinnen und Bürger. In Dänemark etwa sind es rund 60.000 Menschen je Gemeinde.Auch Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl sprach im Ö1-Interview von einer „kleinteiligen Struktur“ bei Österreichs Gemeinden. Deswegen forciere man die Kooperation zwischen Gemeinden, etwa bei Wasserleitungen und Schulverbänden.Künftig wolle man im Rahmen der Reformpartnerschaft „größere Verbände“ formen und auch in Kernbereichen der Verwaltung wie der Abgabeneinhebung und bei Bauämtern zusammenarbeiten. In kleinen Verwaltungseinheiten sehe er aber auch Vorteile, etwa bei der Bürgerbeteiligung, so Pressl.