Umstrittener Castor-Transport in Deutschland gestartet

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24.03.2026 22.26Online seit heute, 22.26 UhrDer umstrittene Transport von Atommüll durch das Nordrhein-Westfalen (NRW) hat heute begonnen. Der erste Konvoi mit einem von 152 Castor-Behältern starte, sagte ein Sprecher des Innenministerium des deutschen Bundeslandes. Ziel ist das Zwischenlager in Ahaus im Münsterland im selben Bundesland.Auf der gut 170 Kilometer langen Strecke sollen insgesamt rund 300.000 Brennelemente aus dem früheren Versuchsreaktor Jülich transportiert werden. Das Verlagern des Atommülls in NRW wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Mit 152 Castor-Behältern handelt es sich um einen der größten Atommülltransporte auf der Straße seit Jahrzehnten.Gericht erlaubte TransportDem jetzt angelaufenen Transport waren mehrere Gerichtsentscheidungen und eine Infoveranstaltung für die Bürger in Ahaus vorausgegangen. Anfang März entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in einer Eilentscheidung, dass die Transporte stattfinden dürfen.Die Umweltorganisation BUND hatte den Transport auf dem Gerichtsweg verhindern wollen. Die Begründung: Die Sicherheit der Castoren sei bei der Fahrt über die Straßen in NRW gegen Störmaßnahmen Dritter nicht gewährleistet.Nur wenige TransportfahrzeugeDas deutsche Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hatte die umstrittenen Atommülltransporte durch NRW am 25. August genehmigt. Nach früheren Angaben des Bundesamtes wurden 152 Einzeltransporte beantragt, die aber gebündelt werden könnten. Es gibt ier geeignete Transportfahrzeuge, die je einen Behälter auf einmal transportieren könnten.Jahrelanges Tauziehen um AtommüllFür die Lagerung in Jülich lief die letzte Betriebsgenehmigung bereits im Jahr 2013 aus. Das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes hatte 2014 angeordnet, das Lager in Jülich zu räumen, weil die Erdbebensicherheit nicht nachgewiesen werden konnte.Es gibt in Deutschland derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden soll. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, darunter das in Ahaus. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.