Slowenien: Präsidentin begann Gespräche für Regierungsbildung

Wait 5 sec.

30.03.2026 16.23Online seit heute, 16.23 UhrIn Slowenien haben heute die Konsultationen für die Regierungsbildung begonnen. Staatspräsidentin Natasa Pirc Musar empfing am Vormittag zunächst den liberalen Wahlsieger Robert Golob, der sich für die Bildung einer „Koalition der nationalen Einheit“ aussprach.„Wir müssen alles tun, dass alle politischen Kräfte, die guten Willens sind, gemeinsam mit der Planung von Maßnahmen beginnen. Denn es kommt wirklich eine schlimme Krise auf uns zu“, sagte Golob. Seine Freiheitsbewegung (GS) hatte die Parlamentswahl am 22. März mit knappem Vorsprung auf die konservative Slowenische Demokratische Partei (SDS) gewonnen, die davor monatelang haushohe Favoritin gewesen war.Die Oppositionspartei SDS war nach einer von israelischen Ex-Geheimdienstlern gesteuerten Schmutzkampagne gegen die liberale Regierungspartei ins Straucheln gekommen und verspielte den Wahlsieg. Allerdings verlor die Mitte-links-Koalition ihre bisherige komfortable Parlamentsmehrheit und braucht zumindest einen weiteren Regierungspartner.Nur 8.000 Stimmen DifferenzNach Golob kam SDS-Chef Janez Jansa zum Gespräch mit der Staatspräsidentin. Er betonte, dass das Endergebnis der Wahl noch nicht vorliege. Konkret seien noch die Stimmen aus dem Ausland zu zählen, „wohin mehr als 100.000 Stimmzettel geschickt wurden“, sagte der Ex-Premier. Seine Partei liegt nach dem vorläufigen Ergebnis nur knapp 8.000 Stimmen hinter der GS. Wie viele Auslandsstimmen es sind, ist unklar. Bei der Wahl 2022 waren gut 14.000 Stimmen aus dem Ausland gezählt worden.Neues Parlament tagt erstmals am 10. AprilAls wichtige Weichenstellung auf dem Weg zu einer neuen Regierung wird die Wahl eines neuen Parlamentspräsidenten angesehen. Das soll bei der konstituierenden Parlamentssitzung geschehen, die voraussichtlich am 10. April stattfinden wird.