WNBA-Gehaltssprung: Nobelpreisträgerin wirkte mit

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30.03.2026 16.39Online seit heute, 16.39 UhrMit einer Gehaltssteigerung von nahezu 400 Prozent sorgt die WNBA, die nordamerikanische Basketball-Frauenprofiliga, für einen historischen Schritt: Künftig verdienen Spielerinnen im Schnitt rund 584.000 US-Dollar pro Saison. Laut „Washington Post“ handelt es sich um die größte jemals von einer Sportgewerkschaft ausgehandelte Gehaltserhöhung.Gewerkschaft im Hintergrund beratenZustande kam die Einigung im Rahmen eines neuen Kollektivvertrags zwischen Liga und Spielergewerkschaft – unterstützt von prominenter Seite, wie die Zeitung gestern berichtete: Die 2023 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnete Harvard-Ökonomin Claudia Goldin beriet die Gewerkschaft im Hintergrund und verzichtete dabei auf eine Bezahlung.Reuters/Tt News AgencyGoldin brachte ihre umfassende Forschung zu Lohnunterschieden und Arbeitsmärkten ein. Ihr Ansatz sei dabei bewusst einfach gehalten gewesen, heißt es im Bericht. Statt sich in Detailfragen zu verlieren, habe sie sich auf eine zentrale Kennzahl konzentriert – den Anteil der Ligaeinnahmen, der an die Spielerinnen fließt.Einigung ein MeilensteinDiese datenbasierte Perspektive habe laut Gewerkschaftsvertretern geholfen, die teils emotional geführten Verhandlungen zu strukturieren. Die Einigung gilt als Meilenstein für den Frauensport – und als Beispiel dafür, wie wirtschaftswissenschaftliche Expertise konkrete Auswirkungen auf Verhandlungen haben kann.Die Verhandlungen fanden vor dem Hintergrund eines starken Wachstums der WNBA statt. Neue Stars, steigende Zuschauerzahlen und ein milliardenschwerer Medienvertrag haben die Liga zuletzt deutlich aufgewertet. Dennoch bestehen weiterhin große finanzielle Unterschiede zu Männer-Profiligen.