30.03.2026 18.15Online seit heute, 18.15 UhrDie „Villa Mussolini“ in Riccione geht in den Besitz der Gemeinde über. Die frühere Sommerresidenz des faschistischen Diktators Benito Mussolini war von der Stiftung Cassa di Risparmio di Rimini versteigert worden. Die Gemeinde erhielt den Zuschlag mit einem Angebot von rund 1,2 Millionen Euro, wie die Stiftung heute mitteilte.Bürgermeisterin Daniela Angelini sprach von einem „Erfolg der Stadt für die Stadt“. Es gehe nicht nur um den Erwerb einer Immobilie, sondern um die Rückgewinnung eines identitätsstiftenden Ortes. Die Villa solle weiter als Kulturzentrum genutzt und in ein städtisches Museumsnetz integriert werden.Das Gebäude wurde 1893 als „Villa Margherita“ errichtet und 1934 von Mussolinis Ehefrau Rachele erworben. Nach dem Ende der Diktatur ging es in Staatsbesitz über. Seit 1997 wird die Villa von der Stadt genutzt und dient heute als Kulturstandort nahe der Adria-Küste.In der lokalen Politik waren im Vorfeld auch Bedenken laut geworden, die Villa könnte zum Treffpunkt nostalgischer Anhänger des Faschismus werden.In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Kontroversen über die Entscheidung der Stadtverwaltung, die ursprüngliche Bezeichnung „Villa Margherita“ aufzugeben und das Gebäude offiziell in „Villa Mussolini“ umzubenennen. Im Juli 2020 wurde eine Petition auf Change.org gestartet, in der die Stadt aufgefordert wurde, den alten Namen wiederherzustellen.