EU weitet Marineeinsatz im Nahen Osten aus

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30.03.2026 18.06Online seit heute, 18.06 UhrDie EU weitet ihre Marineeinsätze im Roten Meer und im westlichen Indischen Ozean aus, wird sich aber vorerst nicht an möglichen Einsätzen zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus beteiligen.Wie die Vertretung der Mitgliedsstaaten heute mitteilte, sieht eine Ergänzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge künftig auch Informationen über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können. Zudem soll es unter anderem Ausbildungsaktivitäten für die Seestreitkräfte Dschibutis und eine Zusammenarbeit mit der jemenitischen Küstenwache geben.Diplomaten betonten in Brüssel, dass die geplante Ausweitung der Einsätze nicht im Zusammenhang mit Forderungen von US-Präsident Donald Trump steht. Dieser verlangt von europäischen Alliierten, einen Beitrag zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus zu leisten. Hintergrund ist nach Angaben aus Brüssel unter anderem auch eine bessere Beobachtung der russischen „Schattenflotte“.Bei den EU-Marineeinsätzen geht es um die Operationen „Aspides“ und „Atalanta“. „Aspides“ war Mitte 2024 gestartet worden und soll Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen Huthis aus dem Jemen schützen. „Atalanta“ gibt es bereits seit 2008. Sie wurde zur Bekämpfung der Piraterie in der Region gestartet.