Ärztekammer gegen „Dauerangriff auf Wahlärzte“

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25.03.2026 13.41Online seit heute, 13.41 UhrDie Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) hat heute den „Dauerangriff auf die Wahlärzte“ kritisiert. Kammerpräsident Johannes Steinhart sagte, statt Druck brauche es eine Attraktivierung des Kassensystems. Deutliche Kritik an Bestrebungen von Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ), Wahlärzte zu Kassenleistungen zu verpflichten, äußerte Vizepräsident Edgar Wutscher.„Wichtiger als Druck ist Zug“, forderte Steinhart auf einer Pressekonferenz in Wien Maßnahmen, um den niedergelassenen Kassenbereich für Ärzte attraktiver zu machen. Die kassenärztliche Versorgung sollte eine „Magnetwirkung“ auf die Ärzte haben.„Zwangsmaßnahmen“ seien hingegen „ganz schwierig“, egal ob das nun Wahlärzte betreffe oder es darum gehe, Absolventen des Medizinstudiums zu Arbeitsdiensten zu verpflichten. „Wir sind ein freier Beruf“, so der Präsident.Vizepräsident Wutscher sagte, es habe keinen Sinn – wie von der SPÖ und Ministerin Schumann gefordert –, Wahlarzthonorare zu deckeln und Wahlärzte zur Behandlung von Kassenpatienten zu verpflichten. „Die Wahlärzte sind nicht die Ursache, dass Kassenstellen unbesetzt bleiben. Sondern die Kassenstellen sind so unattraktiv, dass man die Bedingungen ändern muss.“Es gelte etwa, Teilzeitmodelle zu ermöglichen und mehr Flexibilität bei den Öffnungszeiten anzubieten. Dass etwa Spitalsärzte in unterversorgten Regionen keine Kassenordinationen betreiben können – etwa im Verbund –, sei kontraproduktiv.Dem pflichtete auch die Vizeobfrau der Kurie niedergelassene Ärzte, Naghme Kamaleyan-Schmied, bei. Sie verwies darauf, dass viele Ärzte ins Wahlarztsystem wechseln würden, weil sie dort dem einzelnen Patienten mehr Zeit widmen könnten, was im Kassensystem aufgrund der Bedingungen oftmals nicht möglich sei. Sie betonte, dass es bei bestimmten Fachrichtungen keine oder kaum Kassenärzte gebe, etwa in der Onkologie. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.