27.03.2026 07.08Online seit heute, 7.08 UhrAngesichts stark gestiegener Spritpreise fordert Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) die Wiedereinführung der Ende 2025 ausgelaufenen Diesel-Steuerbegünstigung für Bauern und Bäuerinnen.Der Iran-Krieg hat die Öl- und Düngemittelpreise nach oben schnellen lassen. „Der Druck auf unsere Bäuerinnen und Bauern und die Lebensmittelproduktion steigt. Wir brauchen daher zur Entlastung einen Energiekostenausgleich“, sagte Totschnig gegenüber der APA.Der Dieselpreis an den heimischen Tankstellen ist seit Beginn des Iran-Kriegs um rund 60 Cent auf 2,18 Euro je Liter nach oben geschnellt. Die am Mittwoch im Nationalrat beschlossene Spritpreisbremse, welche die Preise maximal um 10 Cent pro Liter senkt, ist zeitlich begrenzt.Für die heimische Landwirtschaft brauche man bei den Spritpreisen „zusätzlich ein längerfristig wirkendes Entlastungsmodell“, um „die Wettbewerbsfähigkeit der vergleichsweise kleinstrukturierten Betriebe“ im EU-Vergleich zu sichern, sagte der Landwirtschaftsminister. Der Preis für Agrardiesel in Österreich sei der zweithöchste in der EU. Vor allem bei Ackerbaubetrieben habe man „eine extrem angespannte Situation mit niedrigen Erträgen und hohen Betriebskosten“.Die steuerliche Begünstigung von Diesel für die Land- und Forstwirtschaft wird von Umweltschützern als klimaschädliche Subvention kritisiert. 2012 strich die damalige SPÖ/ÖVP-Regierung die Diesel-Steuerbegünstigung für Bauern aus Spargründen. Von 2022 bis Ende 2025 gab es hierzulande wieder eine temporäre Agrardiesel-Ermäßigung.Totschnig: Handlungsbedarf auch bei Düngemittelpreisen ==Handlungsbedarf sieht Totschnig auch bei den Düngemittelpreisen. Die EU-Kommission müsse „rasch handeln“. Man habe in Brüssel eine Initiative zum temporären Aussetzen der CO2-Grenzsteuer auf Düngemittel eingebracht, die von 20 Staaten unterstützt worden sei, so der Landwirtschaftsminister.