26.03.2026 14.28Online seit heute, 14.28 UhrDie iranischen Revolutionsgarden haben einer Analyse zufolge in der Straße von Hormuz eine Art „Mautstellen“-System zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt. Dabei müssten Schiffe vollständige Unterlagen vorlegen, Freigabecodes einholen und eine von den Revolutionsgarden begleitete Durchfahrt durch einen einzigen kontrollierten Korridor akzeptieren, heißt es heute in einer Publikation des Schifffahrts-Magazins „Lloyd’s List“.Das Magazin beruft sich dabei unter anderem auf Schifffahrtsdaten und mehrere mit dem neuen System vertraute Quellen. Seit dem 13. März hätten insgesamt 26 Schiffe die Meerenge auf dieser Route um die Insel Larak vor der Südküste des Iran durchquert, hieß es.Mit Hilfe von Echtzeit-Schiffsverkehrsdaten konnten nach dem 15. März keine Durchfahrten mehr über die übliche Route erfasst werden, wie es hieß. In weiteren 21 Fällen habe aufgrund fehlender Daten keine Umleitung bestätigt werden können.Bei der Überprüfung durch die Revolutionsgarde hätten mindestens zwei Schiffe eine direkte Gebühr – in chinesischem Yuan – gezahlt, hieß es in dem Bericht. Nicht alle Schiffe waren davon betroffen. Nach positiver Prüfung bekommt das Schiff den Angaben zufolge einen Code, der später per Funk überprüft werde, worauf ein Lotsenboot entsandt werde.Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist faktisch für weite Teile der Schifffahrt blockiert. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machten die Passage für westliche Reedereien zuletzt nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter hängen in der Region fest.