Maduro wieder vor US-Gericht: Streit um Anwaltskosten

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26.03.2026 22.20Online seit heute, 22.20 UhrVor einem Prozess gegen Nicolas Maduro hat ein US-Richter heute in New York die Forderung des abgesetzten venezolanischen Präsidenten nach einer Einstellung des Falls abgewiesen. Maduros Verteidiger wollen erreichen, dass die Anwaltskosten mit venezolanischen Staatsgeldern bezahlt werden, die Staatsanwaltschaft stemmte sich dagegen. Der Richter traf dazu noch keine Entscheidung. Er schloss aber aus, das Verfahren wegen des Streits um die Anwaltskosten fallenzulassen.Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung über Jahre autoritär geführt. Anfang des Jahres waren er und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas von US-Spezialkräften gefangen genommen worden.Kurz darauf waren sie zu einer ersten Anhörung vor Gericht erschienen – bei der sie sich zu den von den USA erhobenen Vorwürfen für „nicht schuldig“ erklärt und im Gegenzug den Vereinigten Staaten vorgeworfen hatten, sie entführt zu haben. Maduro und seine Ehefrau sind seit der Festnahme in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn untergebracht.Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt. Er soll demnach sein Amt dazu genutzt haben, um den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. Dafür soll Maduro sich mit Drogenhändlern verbündet und selbst persönliche Vorteile daraus gezogen haben.Die Parteien stritten bei der zweiten Gerichtsanhörung länger um die Verteidigungskosten des abgesetzten Präsidenten. Die Staatsanwaltschaft argumentiert unter anderem, dass eine Bezahlung aus venezolanischen Staatsgeldern gegen die Sanktionen gegen das südamerikanische Land verstoßen würde. Die Verteidigung bringt vor, dass so kein fairer Prozess für Maduro gewährleistet werden könne und die Anklage fallengelassen werden müsse. Richter Alvin Hellerstein kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung zu der Frage treffen zu wollen.Sowohl der 63-jährige Maduro als auch seine ebenfalls angeklagte Ehefrau Cilia Flores (69) erschienen zu der Anhörung. Sie selbst äußerten sich aber nicht, sondern ließen ihre Anwälte sprechen. Flores’ Anwaltsteam bemängelte, die medizinische Versorgung im Gefängnis sei unzureichend. Sie verwiesen auf Herzprobleme ihrer Mandantin. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.