Sixtinische Kapelle: „Jüngstes Gericht“ wieder zu sehen

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27.03.2026 15.03Online seit heute, 15.03 UhrIn der Sixtinischen Kapelle ist das „Jüngste Gericht“ nach einer mehrwöchigen Restaurierung wieder zu sehen. Die Arbeiten an dem weltberühmten Werk von Michelangelo haben mit dem Aufbau eines Gerüsts in der Sixtinischen Kapelle begonnen. In der Folge wurde eine Art weißlicher Schleier von der bemalten Oberfläche entfernt.Dieser feine Belag, der mit bloßem Auge kaum sichtbar war, hatte die schillernden Farbtöne Michelangelos getrübt und das kraftvolle Hell-Dunkel des Werks abgeschwächt.Während der gesamten Dauer der Arbeiten blieb die Sixtinische Kapelle geöffnet. „Aufgabe der vatikanischen Museen ist es, ihre Türen stets für Gläubige und Besucher offen zu halten. So war es auch bei dieser außergewöhnlichen Instandsetzung eines ihrer wertvollsten Juwelen: des Freskos von Michelangelo, das mit dramatischer Intensität das Ende der Zeiten darstellt“, teilte Direktorin Barbara Jatta heute in einer Presseaussendung mit.Seit der letzten Reinigung des „Jüngsten Gerichts“ waren gut 30 Jahre vergangen. Die damalige Jahrhundertrestaurierung erstreckte sich über rund 14 Jahre. Michelangelo selbst schuf das immense Werk, das Christus als Weltenrichter auf eisblauem Hintergrund zeigt, von 1536 bis 1541.