27.03.2026 16.29Online seit heute, 16.29 UhrDie italienische Wettbewerbsbehörde hat wegen des Verkaufs von Kosmetikartikeln an Kinder und Jugendliche eine Untersuchung gegen den französischen Luxuskonzern LVMH und seine Kosmetikfirmen Sephora und Benefit eingeleitet.Wie die Wettbewerbsbehörde AGCM heute mitteilte, geht es um mutmaßlich fehlende oder irreführende Informationen in Geschäften und Online-Shops, um eine „frühzeitige Nutzung“ von Anti-Aging-Cremes und anderen „Kosmetika für Erwachsene“ durch Kinder und Jugendliche zu fördern.Die Behörde überprüft nach eigenen Angaben insbesondere „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit Kosmetika, die nicht für Minderjährige bestimmt sind oder nicht an ihnen getestet wurden“, vor allem bei den Produktreihen Sephora Collection und Benefit Cosmetics.Sie wirft den Unternehmen außerdem vor, sich „sehr junger“ Influencerinnen zu bedienen, um junge und damit besonders schutzbedürftige Menschen zum „zwanghaften Kauf von Kosmetika“ zu verleiten. Mit dieser Marketing-Strategie seien Kinder im Alter von noch nicht einmal zehn bis zwölf Jahren dazu gebracht worden, Gesichtsmasken, Seren und Anti-Aging-Cremes zu kaufen, erklärte die Behörde, die auch auf mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder verweist.Die Unternehmen kündigten in einer gemeinsamen Stellungnahme an, „vollumfänglich mit den Behörden zusammenzuarbeiten“. Die einschlägigen italienischen Vorschriften halten sie nach eigenen Angaben „strikt“ ein.