Apples iCloud-Funktion E-Mail-Adresse verbergen soll die eigene Identität im Alltag schützen. Ein aktueller Gerichtsfall aus den USA zeigt nun, dass diese Anonymisierung gegenüber Strafverfolgungsbehörden nicht greift. Demnach hat Apple im Rahmen einer FBI-Ermittlung die echte iCloud-Adresse hinter einer anonymen Absenderadresse offengelegt.Ausgangspunkt war eine Drohmail, die an eine Person aus dem Umfeld des FBI-Direktors geschickt wurde. Die Nachricht stammte von einer Adresse, die über Apples Funktion zur Verschleierung der eigenen E-Mail erstellt worden war. Diese Funktion ist Teil des kostenpflichtigen iCloud+-Abonnements und erlaubt es Nutzern, zufällig generierte Adressen zu verwenden, die eingehende Nachrichten an das persönliche Postfach weiterleiten.Anonyme Adresse führt zu echtem NutzerkontoLaut Gerichtsdokumenten stellte Apple den Ermittlern Informationen zur Verfügung, die die anonyme Adresse einem konkreten Nutzerkonto zuordneten. Dabei wurde die hinterlegte iCloud-Adresse offengelegt, die auf den Namen eines Mannes registriert war. Das betroffene Konto soll zudem mehr als hundert solcher anonymen Weiterleitungsadressen erzeugt haben.Die Ermittler konnten den Nutzer anschließend identifizieren und befragen. In der Vernehmung räumte dieser ein, die Drohmail verschickt zu haben. Hintergrund war offenbar ein Medienbericht, der sich mit dem Einsatz von FBI-Ressourcen für private Zwecke befasste.Funktion schützt im Alltag, nicht vor ErmittlungenApple bewirbt die Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ als Möglichkeit, die eigene Adresse bei Formularen, Newsletter-Anmeldungen oder E-Mail-Kontakten nicht preisgeben zu müssen. Technisch wird dabei eine zufällige Adresse erzeugt, die Nachrichten an das eigentliche Postfach weiterleitet.Der aktuelle Fall zeigt jedoch, dass diese Form der Anonymisierung keine vollständige Abschirmung darstellt. Apple kann die generierten Adressen intern einem konkreten Nutzerkonto zuordnen. Im Rahmen rechtlicher Anfragen werden diese Informationen an Behörden weitergegeben.Für Nutzer bedeutet dies, dass die Funktion vor allem im Alltag vor Datenweitergabe schützt, etwa gegenüber Webseiten oder unbekannten Kontakten. Gegenüber Strafverfolgungsbehörden bleibt die Verbindung zur echten Identität jedoch bestehen.The post E-Mail-Adresse verbergen: Apple versorgt Ermittler mit Klarnamen first appeared on iphone-ticker.de.