31.03.2026 06.40Online seit heute, 6.40 UhrDie Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Rekrutierung von Kindern durch die iranischen Revolutionsgarde scharf verurteilt. „Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Militär stellen eine schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte dar und gelten als Kriegsverbrechen, wenn die Kinder jünger als 15 Jahre sind“, hieß es heute in einer Erklärung der Organisation.„Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die iranischen Behörden offenbar bereit sind, das Leben von Kindern für etwas zusätzliche Arbeitskraft zu riskieren“, sagte Bill Van Esveld, Vizedirektor in der HRW-Abteilung für Kinderrechte, laut der Mitteilung.Hintergrund sind Aufrufe einer der mächtigen Revolutionsgarde unterstellten Organisation, die in der Hauptstadt Teheran Freiwillige mobilisieren will. Interessierte könnten sich in Moscheen und an Stützpunkten registrieren, sagte Rahim Nadali, stellvertretender Leiter der Kulturabteilung der Revolutionswächter in der Millionenmetropole.Die Kampagne mit dem Titel „Kämpfer zur Verteidigung der Heimat Iran“ sei offen für alle ab zwölf Jahren. Es erinnert an den Ersten Golfkrieg zwischen Iran und Irak von 1980 bis 1988. Damals setzte der Iran Kindersoldaten ein, meist um Minen zu räumen. Dabei kamen zehntausende Kinder und Jugendliche ums Leben. Das neue schiitische Regime hängte den Kindern Plastikschlüssel um den Hals – als Schlüssel zur Pforte des Paradieses.