29.03.2026 14.25Online seit heute, 14.25 UhrIm Fall um einen psychisch kranken Insassen der JA Hirtenberg, der im Dezember 2025 nach einem außer Kontrolle geratenen Häftlingstransport gestorben ist, erhebt die Grüne Justizsprecherin Alma Zadic heute Vorwürfe gegen Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ).Sie ortet sowohl bei der Amtshandlung in der Justizanstalt, bei der der Häftling Verletzungen erlitt, als auch bei der Aufarbeitung vonseiten des Ministeriums schwere Fehler und sieht mangelnde Konsequenzen.In einer parlamentarischen Anfragebeantwortung erörterte Sporrer nun einige Fragen ihrer Amtsvorgängerin Zadic. Demnach wurde bei der Verlegung des Häftlings von der JA Stein in die JA Hirtenberg justizintern nicht auf die psychische Erkrankung des Mannes hingewiesen.Beamte wieder im DienstLaut der Anfragebeantwortung durch das Justizministerium sind alle Beamtinnen und Beamten, auch der zwischenzeitlich vorläufig suspendierte Beamte der JA Hirtenberg, wieder im Dienst. „Die betreffenden Beamten wurden vorerst von Einsatz- und Kommandofunktionen abgezogen“, so Sporrer.Zum zeitlichen Ablauf der Informationsweiterleitung nach dem Vorfall besagt die Anfragebeantwortung, dass die Generaldirektion im Justizministerium „nach dem Jahreswechsel“ von den schweren Misshandlungsvorwürfen erfuhr.Die Ministerin selbst erfuhr demnach vor dem 15. Jänner von den Misshandlungsvorwürfen, jenem Tag, an dem man an die Öffentlichkeit ging. Die Angehörigen wurden demnach offenbar erst am 16. Jänner kontaktiert und über die Todesursache informiert.Antworten für Zadic lückenhaft„Die Angehörigen wurden am 3. Dezember 2025 über den Krankenhausaufenthalt und am 4. Dezember 2025 über den Tod des Insassen informiert; mangels detaillierten Kenntnisstandes zu dessen Zeitpunkt konnte über die genaue Todesursache damals noch keine näheren Angaben gemacht werden“, hieß es.Für Zadic bleiben die Antworten aus dem Ministerium lückenhaft, kritisierte sie. Für sie bestätigen sie auch den Verdacht, dass der Vorfall nicht nur unzureichend aufgearbeitet, sondern auch verspätet und unvollständig kommuniziert wurde. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.